Der neue Vorsitzende Fabian Ferber (Miite) im Kreis seiner Vorstandskollegen. Foto: SPD

Lüdenscheid. Vorstandswahlen und Antragsberatung standen auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung des SPD-Stadtverbands Lüdenscheid am Mittwoch. Fabian Ferber (31) löst Gordan Dudas (47) als Vorsitzenden der Lüdenscheider SPD ab. Der neue Vorsitzende wurde mit 19 von gesamt 20 Delegiertenstimmen gewählt. Dudas selbst trat nach acht Jahren im Amt nicht mehr an. Ferber stehen Heidi Skorupa aus Brügge, Kornelia Wolk aus der Rathmecke sowie Dirk Franke vom Vogelberg als stellvertretende Vorsitzende zur Seite.

Neuer Kassierer ist Sebastian Wagemeyer. Die Delegierten wählten Manuel Bunge zum Organisationsbeauftragten, Christin Spangenberg zur Bildungsbeauftragten und Philipp Kallweit zum Medienbeauftragten. Als Beisitzerinnen und Beisitzer fungieren Nicole Schulte (Ortsverein Bräucken/Versetal), Karin Hertes (Ortsverein Honsel/Worth), Verena Kasperek (Ortsverein West/Brügge), Philipp Siewert (Ortsverein Oberrahmede/Wehberg), Dominik Hass (Jusos), Bernd Kaiser (AG 60plus) und Güner Cebir (AG Migration und Vielfalt).

Dudas drängt auf Erneuerungsprozess

Dudas bedankte sich für das Vertrauen in den vergangenen acht Jahren. Er selbst ist seit eineinhalb Jahren Vorsitzender der SPD im Märkischen Kreis und fordert nach dem Mitgliedervotum von der Parteiführung in Berlin und Düsseldorf ein, den Erneuerungsprozess der Partei einzuleiten.

Wollen mehr als Etappenerfolge

Fabian Ferber betonte in seiner Antrittsrede, dass die SPD nicht nur im Reparaturbetrieb Entscheidungen zu treffen habe. Die Einführung des Mindestlohns und die Sicherung des Rentenniveaus seien in den Verhandlungen ein Erfolg gewesen, da hier hart mit CDU und CSU gerungen werden musste. „Aber es geht doch um mehr als Etappenerfolge. Wo will die SPD in der digitalisierten Gesellschaft hin? Wen will sie vertreten und welche Mitstreiter nimmt sie mit?“, fragte der neue Vorsitzende.

Schwerpunkt Veränderung der Arbeitswelt

Ferber will sich dafür stark machen, die Veränderung der Arbeitswelt zum inhaltlichen Schwerpunkt machen: „Viele haben hier Zukunftsängste. So richtig werden die bislang bei uns nicht diskutiert. Dabei sehen wir zum Beispiel bei der Firma Kostal, wie schnell Zukunftsängste Realität werden können. Wir müssen endlich gemeinsam mit den Sozialpartnern darüber reden, wie wir Aus- und Weiterbildungsstrukturen schaffen, die Beschäftigte schützen und qualifizieren können.“

Beschlüsse zur Digitalisierung, Stadtreinigung und Jugendarbeit

Inhaltlich haben die Lüdenscheider Sozialdemokraten zu den Themen Digitalisierung, Stadtreinigung und Jugendarbeit Beschlüsse gefasst. Zwei Anträge der Jusos zu den Themen ÖPNV und Repaircafé wurden an den Vorstand zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.

 

 

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