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Europaabgeordnete Birgit Sippel und Bürgermeister Dieter Dzewas sind sich einig: Beim Thema Digitalisierung muss Europa zusammenarbeiten. Foto: Merle Stickdorn

Europaabgeordnete Birgit Sippel (SPD) war am 16. Juli 2020 im Lüdenscheider Rathaus zu Gast. Hier die Pressemitteilung aus dem Rathaus im Wortlaut.

Digitalisierung eines der zentralen Themen

Digitalisierung bleibt eines der zentralen Themen für die nächsten Jahre. Auf kommunaler Ebene sind dabei vor allem Finanzierungs- und insbesondere Förderungsmöglichkeiten entscheidende Faktoren für die Umsetzung neuer Projekte. Im Gespräch tauschten sich SPD-Europaabgeordnete Birgit Sippel und Bürgermeister Dieter Dzewas am Donnerstag, 16. Juli, über den Stand der Digitalisierung in Europa und in Lüdenscheid aus.

Homeoffice, digitaler Unterricht, übers Smartphone Kontakt zu Familie und Freunden halten – das alles wäre ohne digitale Technologien undenkbar. „Corona hat uns die Bedeutung von Digitalisierung ganz deutlich vor Augen geführt. Auch für Lüdenscheid wünsche ich mir eine zunehmend digitale Zukunft“, so Bürgermeister Dieter Dzewas.

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Die Europaabgeordnete Birgit Sippel und der Bürgermeister sind sich einig: Das Thema Digitalisierung muss als gesamteuropäische Aufgabe angegangen werden. „Wir müssen uns innerhalb der EU auf gemeinsame Eckpunkte verständigen, in die man dann gezielt investiert“, so Sippel. „Genauso wie wir nur zusammen aus der Corona-Krise kommen, kann es uns auch nur zusammen gelingen, in Sachen Digitalisierung zu Ländern wie den USA oder China aufzuschließen.“ Dieter Dzewas betont, dass dafür „nationaler Egoismus“ überwunden werden müsse.

Aktuell würden in Lüdenscheid die nächsten Schritte für das Projekt „Denkfabrik Digital“, das im Rahmen der Regionale 2025 entstanden ist, laut Dzewas durch die mangelnde Finanzierung erschwert. Für dieses Jahr stünden laut der Bezirksregierung Arnsberg voraussichtlich keine Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mehr zur Verfügung.

Birgit Sippel kennt das Problem. „Digitalisierung und Datenschutz lassen sich mit den jetzigen EU-Haushaltsmitteln nicht zufriedenstellend realisieren. Zusätzliche Steuern wie eine Digital- und Plastiksteuer waren bereits im Gespräch“, so die Europaabgeordnete. In der Corona-Krise sieht sie auch eine Möglichkeit darin, die Fonds mit Recovery-Mitteln aufzustocken.

Bürgermeister sieht bei Bildung Nachholbedarf

Unter anderem im Bereich der Bildung sieht Dzewas noch Nachholbedarf. Die Fachhochschule Südwestfalen könne von einer zunehmenden Digitalisierung profitieren. Auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung biete die Möglichkeit zum digitalen Lernen viele Vorteile, etwa die Teilnahme an Seminaren vom heimischen PC oder Laptop aus. „Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, dass auch die Schulen fürs digitale Lernen fit gemacht werden müssen. Kindern und Jugendlichen dürfen keinesfalls Nachteile entstehen, weil sie beispielsweise keine Möglichkeit haben, auf digitales Lernmaterial zuzugreifen“, so Dzewas.

Links zum Thema

Online-Information der Stadt Lüdenscheid

Facebook-Seite Birgit Sippel

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