Der Anfang ist gemacht: Markus Hacke, Jürgen Scheele, Frank Holthaus und Uwe Schmalenbach freuen sich über die Verbesserung der Wander-Infrastrukltur in der Gemeinde. Foto: Wolfgang Teipel

Herscheid. Bürgermeister Uwe Schmalenbach hat es jetzt schwarz auf weiß: Der Platz vor der Gemeinschaftshalle an der Lüdenscheider Straße liegt auf 433 Meter über NN. So steht’s auf dem neuen Wanderwegweiser. Die Angabe ist amtlich vermessen vom Meinerzhagener GeoService Wandern. Die Schilder am massiven Holzpfosten, der in 1,50 Meter Tiefe fest im Boden verankert ist, bieten aber weitaus mehr, als diese Informationen: Sie weisen in die Herscheider Wanderwelt, die ein Wegenetz von rund 200 Kilometern umfasst.

Weitere 80 Wegweiser in den nächsten Jahren

Der Wegweiser ist der erste von insgesamt etwa 80 Wegweisern, die an allen Kreuzungen der Wanderwege im Gemeindegebiet in den nächsten Jahren aufgestellt werden sollen. Sie sind im gesamten Region einheitlich gestaltet. “Jeder soll gleich merken, dass er sich im Sauerland befindet”, sagt Jürgen Scheele vom GeoService Wandern.

Die Sparkasse Lüdenscheid hat mit einer Spende von 5000 Euro das ehrgeizige Projekt angeschoben. Vorstandssprecher Markus Hacke ist sich sicher: „Das lohnt sich. Wir sind froh, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, die Schönheit der Region herauszustellen.“ Zudem: „Gastronomie und Einzelhandel in Herscheid können von den Tagesgästen profitieren, die zum Wandern in die Ebbegemeinde kommen.“

Dank an die SGV-Abteilung

Bei der Vorstellung des neuen Wegweisers dankte Bürgermeister Uwe Schmalenbach der SGV-Abteilung Herscheid, die die Markierung der Wanderwege übernimmt. Jürgen Scheele vom GeoService Wandern unterstrich die Bedeutung dieser Arbeit. „Eine gute Wanderinfrastruktur ist sehr wichtig“, sagte er. Im Herscheider Gemeindegebiet ist sie offenbar vorbildlich. „Man kann sich ohne Wanderkarte auf die Wegezeichen verlassen“, sagte Frank Holthaus. Er zählt selbst zu den insgesamt sieben Wegemarkierern und hat kürzlich einen entsprechenden Lehrgang besucht.

Nicht mehr mit Farbeimer und Pinsel

Die Wegewarte des SGV schicken ihre Mitarbeiter inzwischen nicht mehr mit Farbeimer und Pinsel in den Wald. Bei der Wegemarkierung wird ein neues Verfahren angewendet. Dabei wird die Rinde eines Baumes ein wenig abgezogen. Dann wird ein Blech mit einer Klebepistole an der Stelle angebracht. Anschließend wird die Folie mit dem Wanderzeichen aufgepappt. Diese Methode ist wettertauglicher und verhindert, dass die Zeichen zu schnell unleserlich werden.

Auf geht’s. Die Gemeinde Herscheid hat 19 Touren in einem Wanderbuch zusammenfasst. Mehr Informationen unter http://www.herscheid.de/freizeit-tourismus/wandern/

 

 

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