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Das digitale Bildungsprojekt "Lernfabriksken" hat den ersten Regionale-Stern erhalten. Symbolfoto: Gerd Altmann/pixabay.com

Lüdenscheid. (PSL) Wichtige Auszeichnung für eine innovative Idee: Das Projekt „Lernfabriksken“ hat den ersten „Regionale 2025“-Stern erhalten. Damit ist die Vision eines zentralen Lernorts für Lüdenscheid, an dem Schülern digitale Bildung vermittelt werden soll, der Umsetzung einen großen Schritt nähergekommen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas, der die Urkunde für den ersten Stern am Freitag, 24. April, im Rathaus entgegennahm. „Die Gegenwart ist längst durch die Digitalisierung geprägt, die Zukunft wird das noch mehr sein. Daher ist es insbesondere für junge Menschen wichtig, möglichst frühzeitig über digitale Grundkompetenzen zu verfügen.“

Logische Erweiterung der “Denkfabrik”

Das „Lernfabriksken“ sei die logische Erweiterung der „Denkfabrik“, so Dzewas weiter. Die Einrichtung eines Bildungs- und Wissensquartiers, zu dem unter anderem die Phänomenta und der Standort der Fachhochschule Südwestfalen am Bahnhof gehören, wurde als Projekt im Rahmen der Regionale 2013 realisiert.

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Wo genau das „Lernfabriksken“ entstehen soll, ist derzeit noch offen. Fest steht hingegen, dass es ein zentraler, außerschulischer Lernort werden soll, an dem Schülerinnen und Schülern grundlegende Digital- und Medienkompetenzen beigebracht werden sollen. Ziel ist der sichere und selbstbestimmte Umgang mit digitalen Formaten und Technologien.

Besondere Förderung für talentierte Jugendliche

Talentierte Jugendliche sollen darüber hinaus besonders gefördert werden und auch praxisbezogen arbeiten können. Auch für die Arbeit an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen soll das „Lernfabriksken“ wichtige Impulse liefern.

Gruppenfoto in Zeiten des Corona-Virus: Landrat Thomas Gemke (rechts) und Kreisdirektorin Barbara Diestel-Kümper (hinten links) überreichten die Urkunde für den ersten Regionale-Stern an Bürgermeister Dieter Dzewas (vorne) rechts und Matthias Reuver. Foto: Sven Prillwitz / Stadt Lüdenscheid

Kreisdirektorin Barbara Diestel-Kümper, die die Auszeichnung zusammen mit Landrat Thomas Gemke (CDU) überreichte, lobte „das breite bürgerschaftliche Engagement“. Mehr als 30 Personen aus Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft, darunter auch Schülerinnen und Schüler, hatten die Projektidee entwickelt und anschließend ein erstes Konzept ausgearbeitet. Die Entscheidung, den ersten Stern an das „Lernfabriksken“ zu vergeben, habe das Regionale-Gremium einstimmig gefasst, sagte Landrat Gemke.

Jetzt muss ein tragfähiges Konzept her

„Diese Form der breiten Beteiligung ist uns besonders wichtig und soll aufrechterhalten bleiben“, erklärte Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung, Sport der Stadt Lüdenscheid. Das Projekt sei als „fortschreitender und anspruchsvoller Prozess“ zu verstehen, der „vom Input aller Beteiligten“ lebe. Das gelte auch für die „sehr entscheidende zweite Phase“, in der ein tragfähiges Konzept zur Umsetzung der Idee aufgestellt werden muss. Das wird im Idealfall mit dem zweiten Regionale-Stern belohnt. Die dritte Auszeichnung würde dann eine Fördermittel-Zusage bedeuten – und grünes Licht für die Realisierung des Projekts.

Hintergrund: Bei der Regionale 2025 handelt es sich um ein Strukturprogramm des Landes NRW. Südwestfalen hat sich erfolgreich beworben und wird nun bei Fördermitteln bevorzugt berücksichtigt. Im Rahmen der REGIONALE 2025 erhalten Projekte bis zu drei Sterne. Über deren Vergabe beraten die Gremien des Förderprogrammes, die mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Südwestfalen und den unterschiedlichsten Organisationen besetzt sind.

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