Lüdenscheid. Wie die Stadt Lüdenscheid mitteilt, liegen die Ergebnisse der Verkehrszählung an der Lennestraße vor. Im Vergleich zu einer Datenerhebung aus dem Jahre 2015 gibt es drei wesentliche Erkenntnisse: Die durchschnittliche Anzahl der Fahrzeuge, die die Hauptstraße täglich befährt, ist fast unverändert. Dafür hat sich der Anteil des Schwerlastverkehrs drastisch erhöht, was wiederum zu einer über den Tag konstanten Verkehrsbelastung führt.
Die Verkehrszählung erfolgte im Zeitraum 28. März bis einschließlich 3. April mittels Videotechnik. Ein von der Stadt Lüdenscheid beauftragtes Ingenieursbüro hatte dafür eine Kamera an einem Laternenmast angebracht, der zwischen den Einmündungen „Am Lehmberg“ und Elsa-Brändström-Straße steht. Diesen Abschnitt befuhren pro Tag durchschnittlich etwa 20.000 Fahrzeuge. Besonders auffällig: Bei rund 30 Prozent davon handelte es sich um Schwerlastverkehr. Das entspricht umgerechnet rund 6000 Last- und Sattelzügen pro Tag.
Bei einer Verkehrszählung im Jahr 2015 hatte der tägliche Durchschnitt bei 19.970 Fahrzeugen gelegen. Davon machte der Schwerlastverkehr damals allerdings nur zwischen 2,5 und 7,5 Prozent aus.
Das drastisch erhöhte Aufkommen von Last- und Sattelschleppern führt dazu, dass zu den üblichen Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am Nachmittag – also zu den sogenannten „Stoßzeiten“ – weniger Fahrzeuge die Lennestraße befahren. Dafür jedoch ist die Verkehrsbelastung über den gesamten Tag verteilt nahezu konstant hoch.
Die Ergebnisse der Verkehrszählung werden am 18. Mai in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses vorgestellt. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung die Daten an das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) übermittelt. Auf Basis dieser Zahlen ermittelt die wissenschaftlich-technische Fachbehörde die Belastungswerte (Luft und Lärm) an der Lennestraße. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll auf Landes- und Bundesebene entschieden werden, ob und welche Maßnahmen an der Hauptstraße getroffen werden.