Die Iserlohner Werkstätten haben ihr 50-jähriges Firmenjubiläum groß gefeiert. Mit geladenen Gästen im Löbbeckesaal im Iserlohner Parktheater (Foto) und gemeinsam mit allen Mitarbeitern und Beschäftigten im Sauerlandpark Hemer.

Iserlohn. Es war das Jahr 1967, als die Erfolgsgeschichte der Iserlohner Werkstätten mit neun Mitarbeitern und 48 Menschen mit Behinderung begann. „Bei der Gründung gab es die große Vision von Teilhabe und Teilgabe. Diese Vision hat bis heute nicht an Kraft verloren“, sagte die Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Iserlohns und Vorsitzende des Verwaltungsrats der Diakonie Mark-Ruhr, Martina Espelöer, beim Festakt zum 50-jährigen Jubiläum der Iserlohner Werkstätten.

Bessere Rahmenbedingungen geschaffen

Rund 120 Gäste aus Politik, Gesellschaft und allen Teilen der Diakonie Mark-Ruhr konnte Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten, zum runden Geburtstag begrüßen. Die überaus kurzweilige, unterhaltsame, aber zeitweise auch zum Nachdenken anregende Feier hat Maßstäbe gesetzt und für launige Stunden im Iserlohner Löbbeckesaal gesorgt. Es begann damit, dass die beiden Caput-Redakteure Pascal Wink und David Calovini einen comedyartigen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre gewagt haben. Dabei wurde deutlich, unter welchen schweren (gesellschaftlichen) Rahmenbedingungen Menschen mit Behinderungen in der Vergangenheit mitunter leben mussten.

Über 1000 Arbeitsplätze an fünf Standorten

Die Iserlohner Werkstätten haben (in der Region) entscheidenden Anteil daran, dass sich viele dieser Rahmenbedingungen zum Positiven verändert haben. Letztlich sind die Iserlohner Werkstätten seit einem halben Jahrhundert Dienstleister für viele Arbeiten, die von Menschenhand ausgeführt werden. Seit ihrer Gründung wurde die Zahl der anerkannten Arbeits- und Ausbildungsplätze auf über 1.000 an den fünf Standorten in Iserlohn, Hemer und Menden ausgebaut. Hinzu kommen zahlreiche Außenarbeitsplätze in heimischen Unternehmen.
Zwei echte Highlights hatte die Jubiläumsfeier aber noch parat. Comedian Martin Fromme hatte seine ganz eigene Betrachtung vom Leben mit Handicap und sorgte dabei für regelrechte Lachsalven im Löbbeckesaal.

“Workers Delight” mit neuer CD

Mindestens ebenso beeindruckend wie die Entwicklung der Iserlohner Werkstätten, ist die der Band „Workers Delight“. Seit nunmehr elf Jahren stehen sie gemeinsam auf der Bühne und haben vermutlich passend zum Firmenjubiläum ihren musikalischen Höhepunkt erreicht. Sie haben ihre brandneue CD „100 %“ vorgestellt.
Doch es blieb für die Iserlohner Werkstätten nicht nur beim offiziellen Festakt. Gemeinsam mit allen Mitarbeitern und Beschäftigten wurde am Sonntag – ganz im Sinne der Inklusion – im Sauerlandpark Hemer gefeiert. Auch hier haben „Workers Delight“ und Martin Fromme begeistert.

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