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Chefarzt Dr. Welke (links) und Oberarzt Dr. Kaiser Sportklinik Hellersen
Chefarzt Dr. Welke (links) und Oberarzt Dr. Kaiser zeigen anhand eines älteren und eines neuen Modells, wie sich die Größe der Generatoren für Neurostimulation verkleinert hat. Weitere Instrumente, die zu sehen sind: eine alte Schmerzpumpe (rund mit weißem Rand) und eine Multifunktionselektrode. Foto: Sportklinik/Veelen

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Dr. Wolfgang Welke kann sich noch gut an den Kampf um den Erhalt des Marienhospitals in Letmathe erinnern. Und auch an den Anruf von Sportklinik-Vorstand Dirk Burghaus, der anbot, das gesamte Team der Schmerzklinik aus Letmathe zu übernehmen, um die Versorgung der Schmerzpatienten im Märkischen Kreis – auch über die kurzfristige Schließung des Marienhospitals hinaus – sicherzustellen. Man war sich schnell einig, dass hier eine für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit entstehen könnte. Dr. Welke und sein Team wechselten fast geschlossen zur Sportklinik in die großzügig gestalteten neuen Räumlichkeiten. Mittlerweile kann der Chefarzt für Spezielle Schmerzmedizin auf ein erfolgreiches erstes Jahr in Lüdenscheid zurückblicken. Ein Jahr, in dem er und sein Team sich gut eingelebt haben und mit vollem Erfolg die Arbeit in der Schmerzambulanz, Schmerzstation und den OP-Betrieb in bewährter Tradition weiterführen.

Patienten aus ganz Deutschland

Aufgrund der Schließung des Marienhospitals musste damals alles schnell gehen. Die Schmerzpatienten mussten dringend weiterbehandelt werden. So war es für alle Beteiligen ein Glück, dass der Umzug reibungslos zum 1. November 2019 über die Bühne lief. Besonders freut den Chefarzt: „Fast alle Mitarbeiter meiner früheren Klinik – sowohl aus dem Bereich Pflege als auch die Ärzte – sind mir in die Sportklinik gefolgt.“ Ebenso der Großteil seiner vorherigen Patienten. Basierend auf der langjährigen Erfahrung in Letmathe ist in Lüdenscheid ein Versorgungszentrum für Schmerzmedizin für den gesamten Märkischen Kreis und darüber hinaus entstanden. Die Patienten kommen aus ganz Deutschland – und auch Sportler profitieren von dem erweiterten Angebot der Sportklinik. Seine erste Patientin in der Sportklinik war eine Behindertensportlerin aus dem Olympiakader mit chronischen Schmerzen, die eine Schmerzpumpe erhielt. Dabei wird eine Pumpe implantiert, die das Schmerzmittel direkt an die entsprechende Stelle abgibt.

Wechsel eröffnet neue Perspektiven

„Man kann nach unserem ersten Jahr ein kleines Resümee ziehen und sagen: Ein Wechsel bietet oft ungeahnte positive Perspektiven“, sagt Dr. Wolfgang Welke. Die Sportklinik verfügt mit der Übernahme der Letmather Schmerzklinik nicht nur über eine KV Schmerzambulanz, sondern konnte auch ihr bisheriges Spektrum der Schmerztherapie erweitern. Dazu zählen unter anderem die Therapie mit implantierbaren Medikamentenpumpen, Neurostimulation für Nervenschmerz (eine Elektrode im Wirbelkanal sorgt durch Stimulation für Linderung der Schmerzen), Behandlungen von Vernarbungen im Wirbelkanal mittels Epiuroscopie sowie Therapien mit Cannabinoiden und anderen modernen Schmerzmitteln. Die Behandlungsmetode „Hochfrequenzstimulation“, die erst vor rund eineinhalb Jahren in der Schmerzklinik Letmathe eingeführt wurde, konnte in Hellersen intensiviert werden. Sie wird zum Beispiel zur Linderung von chronischen Rückenschmerzen eingesetzt.

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Zudem hat Dr. Welke die Multimodale Schmerztherapie von Dr. Ralf Spintge, der im April in den Ruhestand verabschiedet wurde, übernommen und freut sich darüber, dass diese Therapieform in der Sportklinik durch Physiotherapie und Sportmedizin noch umfangreicher betrieben werden kann, als es in Letmathe möglich war.

Wichtiger Bestandteil von Dr. Welkes Spektrum sind nach wie vor die Tumorschmerztherapie und die Behandlung therapieresistenter Schmerzen. Dazu arbeitet der Chefarzt seit langer Zeit mit dem Schmerzmittel Ziconotid – dem Gift der Kegelschnecke. Dieses wird über eine implantierte Pumpe abgegeben und ist etwa 1000-fach stärker als Morphium.

Sinnvolle Ergänzung für Sportklinik

Auch wenn Dr. Welke manchmal mit etwas Wehmut an seine Letmather Zeit zurückdenkt, in der Sportklinik hat seine Abteilung eine sehr gute neue Heimat gefunden, wie er findet. Darüber freut sich auch Vorstand Dirk Burghaus. „Wir waren vom Konzept der Schmerzklinik und Dr. Welke überzeugt und manchmal muss man im Leben einfach eine gute Gelegenheit nutzen. Die Schmerzklinik hat sich hervorragend in die Sportklinik integriert. Der gute Zulauf spricht für sich und die Ergebnisse sind sehr erfreulich. Mit Dr. Welke und seinem Team konnten wir einen erfahrenen Schmerzmediziner mit fast allen altbewährten Mitarbeitern gewinnen. Die Sportklinik ist dadurch für die Zukunft noch besser aufgestellt“, erklärt dieser. Die Schmerzmedizin sei zudem eine sinnvolle Ergänzung für Orthopäden, Wirbelsäulenchirurgen, Traumatologen, konservative Orthopäden sowie Neurochirurgen.

Quelle: Medieninformation Sportklinik Hellersen

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