Enervie
Foto: Enervie

Hagen/Lüdenscheid. Die ENERVIE-Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, hat das Geschäftsjahr 2017 erneut besser als prognostiziert abgeschlossen. „Neben guten, stabilen Beiträgen der Geschäftsfelder Vertrieb und Netz haben auch Sondereffekte zu einem insgesamt sehr zufriedenstellenden Jahresergebnis beigetragen. Zudem ist es uns gelungen, wesentliche Meilensteine des Maßnahmenprogramms ‚Zukunft@ENERVIE‘ zum Teil deutlich vor dem Zeitpunkt umzusetzen“, zieht ENERVIE Vorstandssprecher Erik Höhne ein insgesamt positives Fazit.

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Acht Mio. Euro Dividende 

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte ENERVIE bei einem leicht gestiegenen Umsatz von rund 838 Mio. Euro ein Ergebnis vor Steuern von 34,6 Mio. Euro. Die Hauptversammlung ist dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats gefolgt und hat auf ihrer Sitzung am 30. Juli 2018 beschlossen, eine Dividende in Höhe von acht Mio. Euro an die Aktionäre auszuzahlen. Zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis wird der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen. Wichtige Voraussetzung für die Dividendenzahlung war: Ein Teilbetrag des Aktionärsdarlehens kann länger im Unternehmen verbleiben, es wird in zwei Tranchen in den Jahren 2020 bzw. 2022 zurückgezahlt.

400.000 Energie- und Netzkunden

Die ENERVIE Gruppe, zu der auch Mark-E, die Stadtwerke Lüdenscheid und ENERVIE Vernetzt gehören, lieferte für die Versorgung der insgesamt rund 400.000 Energie- und Netzkunden sowie Energiehandelspartner in der Region im Jahr 2017 rund 7,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, 4,3 Milliarden kWh Gas, 54 Millionen kWh Wärme und 17,4 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

Verschuldung deutlich reduziert

Aufgrund des positiven Konzernergebnisses und des weiteren Schuldenabbaus hat sich die Eigenkapitalquote weiter auf 24,0 Prozent (Vorjahr: 21,3 Prozent) verbessert. Gleichzeitig gelang es ENERVIE, die langfristigen Bankverbindlichkeiten seit Beginn der Restrukturierung um über 150 Mio. Euro auf weniger als die Hälfte zu verringern. Aufgrund der positiven Entwicklung konnte die Unternehmensgruppe Mitte 2017 und damit bereits ca. zwei Jahre nach Beginn der Restrukturierung eine neue Unternehmensfinanzierung zu verbesserten Konditionen mit insgesamt sieben  Banken abschließen.

Mehr Strom, weniger Gas

Die Umsatzerlöse Strom im ENERVIE Konzern sind 2017 im Wesentlichen aufgrund eines erhöhten Handelsvolumens leicht um 3,9 Prozent angestiegen. Dagegen verringerten sich die Umsatzerlöse Gas insbesondere witterungsbedingt leicht um 1,1 Prozent. Die Trinkwasser- und Wärmeabgabe an Endverbraucher ist gegenüber 2016 annähernd gleichgeblieben.

Ausstieg aus der Steinkohle-Verstromung

Die Umsetzung des 2015 gestarteten Restrukturierungsprogramms ist im Berichtsjahr erfolgreich weiter vorangetrieben worden: Fast alle der insgesamt über 100 Einzelmaßnahmen wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Eine zentrale Maßnahme ist die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation, verbunden mit einem umfangreichen Personalabbau: Zum 31. Dezember 2017 arbeiteten für die ENERVIE Gruppe 1.090 Mitarbeiter. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um weitere 68 Mitarbeiter vermindert. Der im Rahmen der Neuausrichtung darüber hinausgehende Personalabbau wurde bereits vertraglich und sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen vereinbart und wird aktuell vollzogen. 

Weitere wesentliche Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2017 waren die Vorbereitung des Ausstiegs aus der Steinkohle-Verstromung (Schließung E4/Elverlingsen 31.03.2018), umfangreiche Desinvestitionen  und eine Neuausrichtung der Leistungs- und Angebotsstrategie.

ENERVIE Vernetzt leistet wichtigen Ergebnisbeitrag

Die seit 1. Oktober 2015 operativ tätige „große“ Netzgesellschaft hat auch im zweiten vollen Geschäftsjahr einen wichtigen Ergebnisbeitrag geleistet. Neben Restrukturierungsmaßnahmen wie Kostensenkungen, Personalabbau und Anpassung der Aufbauorganisation standen mehrjährige Investitionsmaßnahmen in den Ausbau der Strom-, Gas- und Wassernetze im Mittelpunkt. Einige Großprojekte wie die Bahnhofshinterfahrung Hagen (Gesamtinvest ca. 6 Mio. Euro), die Erneuerung der „110-kV-Portalstrecke“ Werdohl-Elverlingsen (Invest 2017 8 Mio. Euro) und die Sanierung des Hochbehälters Berliner Allee (Hagen) konnten in 2017 abgeschlossen bzw. neu begonnen oder weitergeführt werden. Mit der Stadt Neuenrade verlängerte ENERVIE Vernetzt die Konzession für das Stromversorgungsnetz um weitere 20 Jahre. Mit den Stadtwerken Kierspe wurde der Pachtvertrag für das Gasnetz um weitere fünf Jahre verlängert.

Zusammenarbeit in der Region gestärkt

Einen weiteren Fokus hat ENERVIE auf Wachstumsthemen insbesondere in der Region gerichtet: So wurde das „Kommunale Energie-und Ressourcen-Netzwerk“ (KERN) für Südwestfalen weiter vorangetrieben. Mit den Stadtwerken Halver schloss ENERVIE mit Wirkung zum 1. Januar 2018 einen Dienstleistungsvertrag ab und übernahm hierdurch unter anderem die Betriebsführung für die Wasserversorgung in Halver. Seitens Mark-E wurde mit der AVU (Gevelsberg) eine Trinkwasserkooperation zur gegenseitigen Besicherung vereinbart. Auch die Elektromobilität trieben die Unternehmen der ENERVIE Gruppe weiter voran: Mit ihrem kommunalem E-Mobilitätskonzept sind sie Partner für Ladeinfrastruktur und kümmern sich auch um den Netzanschluss und die technische Umsetzung. Die auf Anlagenbau und den Betrieb von Nutzenergieanlagen spezialisierte Mark-E Effizienz GmbH bündelte im Herbst 2017 ihre Aktivitäten an einem Standort und zog auf das Gelände des Cuno-Kraftwerks in Herdecke.

Weitere Informationen zum Jahresabschluss 2017 der ENERVIE Gruppe unter www.enervie-gruppe.de.

 

 

Daten und Fakten

 

Finanzdaten 2017 2016
Umsatzerlöse 838 Mio. EUR 809 Mio. EUR
Ergebnis vor Steuern (EBT) 34,6 Mio. EUR 30,2 Mio. EUR

 

Stromversorgung 2017 2016
Absatz 7.261 Mio. kWh 6.987 Mio. kWh

 

Gasversorgung 2017 2016
Absatz 4.331 Mio. kWh 4.381 Mio. kWh

 

Wärme, Dampf 2017 2016
Absatz 54 Mio. kWh 52 Mio. kWh

 

Wasserversorgung 2017 2016
Absatz 17,4 Mio. m3 17,2 Mio. m3

Quelle: Pressemitteilung ENERVIE

 

 

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