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Enervie
Foto: Enervie
Bestes Ergebnis seit Gründung: 43,4 Mio. Euro vor Steuern – gute  operative Erträge und Sondereffekte
932 Mio. Euro: Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau – Eigenkapitalquote auf 27 Prozent weiter gestiegen
Erneut 8 Mio. Euro Dividende an Aktionäre
„Corona-Krise“: Rezession wird auch Energiewirtschaft treffen

Lüdenscheid/Hagen. Die ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, hat im Geschäftsjahr 2019 das gute Ergebnis des Vorjahres nochmals über Plan gesteigert. Damit erzielt die Unternehmensgruppe den besten Jahresabschluss seit Gründung. „Erneut haben gute, stabile Beiträge der Geschäftsfelder Vertrieb und Netz ebenso wie Sondereffekte zu einem insgesamt sehr positiven Jahresergebnis beigetragen“, zeigt sich ENERVIE Vorstandssprecher Erik Höhne zufrieden. Jedoch fordert die „Corona-Krise“ aktuell auch bei den Unternehmen der ENERVIE Gruppe neben einem besonderen Einsatz für die sichere Versorgung mit Strom, Gas und Trinkwasser einen Perspektivwechsel: „Wir werden die Auswirkungen der Rezession bei unseren Kunden spüren und daraufhin auch unsere Strategie anpassen müssen. Zurzeit arbeiten wir mit Hochdruck und besonderem Einsatz daran, in der derzeitigen Krisensituation alle Aufgaben der Daseinsvorsorge zu erfüllen. Wir sind für die Herausforderung gewappnet, auch bei sich verschärfenden Quarantäne-Bedingungen die Versorgung zuverlässig aufrecht zu halten“, so Höhne.

 Das Geschäftsjahr 2019 – die Zahlen

Im Geschäftsjahr 2019 erzielten die Unternehmen der ENERVIE Gruppe bei einem etwa gleichbleibendem Umsatz von rund 932 Mio. Euro (2018: 931 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 43,4 Mio. Euro (2018: 40,2 Mio. Euro). Aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung hat sich die Eigenkapitalquote weiter auf 27,0 Prozent (Vorjahr: 25,4 Prozent) verbessert. Der Vorstand schlägt vor, wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 8 Mio. Euro an die Aktionäre auszuschütten.

Die ENERVIE Gruppe lieferte für die Versorgung der fast 400.000 Energiekunden sowie Energiehandelspartner mit den Tochtergesellschaften Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid im Jahr 2019 rund 5,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom (Vorjahr: 6,4 Mrd. kWh), 5,2 Milliarden kWh Gas (Vorjahr: 5,2 Mrd. kWh), 55 Millionen kWh Wärme (Vorjahr: 51 Mio. kWh) und 17,8 Millionen Kubikmeter Trinkwasser (Vorjahr: 17,6 Mio. Kubikmeter).



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Unterschiedliche Absatz- und Erlösentwicklungen

Der Stromabsatz im ENERVIE Konzern hat sich 2019 im Wesentlichen aufgrund eines gesunkenen Handelsvolumens um 11 Prozent verringert. Dagegen ist der Gasabsatz in etwa gleichgeblieben, die Trinkwasser- und Wärmeabgabe an Endverbraucher hat sich gegenüber 2018 leicht erhöht. Die Trinkwasserversorgung war dabei trotz des zweiten aufeinanderfolgenden trockenen Sommers jederzeit sichergestellt. 

ENERVIE Vernetzt leistet wichtigen Ergebnisbeitrag

Die Netzgesellschaft ENERVIE Vernetzt hat wieder einen wichtigen Ergebnisbeitrag geleistet. In 2019 investierte das Unternehmen insgesamt rund 20 Mio. Euro in den Ausbau der Strom-, Gas- und Wassernetze. Mit der Stadt Meinerzhagen verlängerte ENERVIE Vernetzt im Dezember 2019 die Konzession für das Stromversorgungsnetz um weitere 20 Jahre. ENERVIE Vernetzt wird bis 2023 rund 220 Mio. Euro in den Ausbau der regionalen Netzinfrastruktur investieren.

Weitere Einflussfaktoren

Weitere wesentliche Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2019 waren die abgeschlossene Modernisierung, Erweiterung und Wiederinbetriebnahme des Pumpspeicherwerks (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen (25 Mio. Euro Investitionsvolumen), eine stark verbesserte Einsatzbilanz des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks Herdecke, der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Rahmen des kommunalen E-Mobilitätskonzepts sowie die Entwicklung und Einführung innovativer Produkte.

Vorstand Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG: Erik Höhne (links, Vorstandssprecher) und Wolfgang Struwe Foto: Enervie

Einen besonderen Fokus hat ENERVIE dabei auf Wachstumsthemen im Rahmen der Energiewende in der Region gerichtet: So wurde das „Kommunale Energie-und Ressourcen-Netzwerk“ (KERN) für Südwestfalen weiterentwickelt und durch Bundesmittel gefördert. Zudem baut die ENERVIE Gruppe aktuell ein innovatives Funknetz („LoRaWAN“) auf, das neben internen Anwendungen auch die Basis für die ‚Smart City‘ werden soll. Und auch der Roll-out für Smart Metering ist im Zeitplan.

Auch der Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region steht weiterhin auf der Agenda. Hier sorgen jedoch weiterhin unklare gesetzliche Rahmenbedingungen und die anhaltende Diskussion zwischen Bund und Ländern für einen Investitionsstau.

Insgesamt erzeugte ENERVIE im Geschäftsjahr 2019 in der Region rund 163 Mio. Euro „Werte“ durch Investitionen, Beschäftigung, Dividende und Konzessionsabgaben/Steuern.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen

Zum 31. Dezember 2019 arbeiteten für die ENERVIE Gruppe 1.066 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 20 Mitarbeiter erhöht. Begründet ist dies unter anderem durch erhöhte Ausbildungszahlen und den Aufbau von Mitarbeitern im Erzeugungsbereich und in Zukunftsfeldern wie Digitalisierung.

Auswirkungen der Corona-Krise und Ausblick

Um der derzeitigen Krisensituation durch die Ausbreitung des Corona-Virus zu begegnen, hat die Unternehmensgruppe unter anderem alle Handlungsfelder sowie Abläufe analysiert, angepasst und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Dazu gehören zum Beispiel die Aktivierung der vorbereiteten Krisenpläne, Sicherheitsvorkehrungen für die Kunden und Belegschaft und „Mobiles Arbeiten“ im Homeoffice.

Weitere Informationen zur ENERVIE Gruppe und zum Geschäftsjahr 2019 unter www.enervie-gruppe.de.

 

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