Vorstand Enervie - Südwestfalen Energie und Wasser AG: Erik Höhne (links, Vorstandssprecher) und Wolfgang Struwe Foto: Enervie

Hagen/Märkischer Kreis. Die Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, erreicht im Geschäftsjahr 2018 das beste Ergebnis seit Gründung des Unternehmensverbundes. Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

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„Gute, stabile Beiträge der Geschäftsfelder Vertrieb und Netz haben ebenso wie Sondereffekte zu einem insgesamt sehr zufriedenstellenden Jahresergebnis beigetragen“, zieht Enervie-Vorstandssprecher Erik Höhne ein positives Fazit. „Die weitere Stärkung unserer Ertragskraft bleibt eine wichtige Herausforderung. Zudem wollen wir der Motor der Energiewende in der Region sein.“

Weitere wesentliche Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2018 waren der vollzogene Ausstieg aus der Steinkohle-Verstromung (Schließung Steinkohleblock E4 in Werdohl-Elverlingsen zum 31.3.2018), die Modernisierung des Pumpspeicherwerks (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen sowie die Entwicklung und Einführung innovativer Produkte.
Insgesamt schafft Enervie in der Region Werte in Höhe von rund 190 Mio. Euro durch Investitionen, Beschäftigung, Dividende und Konzessionsabgaben/Steuern.

Pumpspeicherwerk Rönkhausen (Ober- und Unterbecken) Foto: Enervie

Die Zahlen

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte Enervie bei einem gestiegenen Umsatz von rund 888 Mio. Euro (2017: 838 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 40,2 Mio. Euro (2017: 34,6 Mio. Euro). Aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung hat sich die Eigenkapitalquote weiter auf 25,4 Prozent (Vorjahr: 24,0 Prozent) verbessert. Der Vorstand schlägt vor, wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 8 Mio. Euro an die Aktionäre auszuschütten.

Die Enervie-Gruppe lieferte für die Versorgung der rund 370.000 Energiekunden sowie Energiehandelspartner mit den Tochtergesellschaften Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid im Jahr 2018 rund 6,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, 5,2 Milliarden kWh Gas, 51 Millionen kWh Wärme und 17,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

Der Stromabsatz im Enervie-Konzern hat sich 2018 im Wesentlichen aufgrund eines gesunkenen Handelsvolumens um 11,8 Prozent verringert. Dagegen stieg der Gasabsatz insbesondere wegen erhöhter Handelsabsätze deutlich um 20,9 Prozent. Die Trinkwasser- und Wärmeabgabe an Endverbraucher ist gegenüber 2017 annähernd gleichgeblieben.

Die Netzgesellschaft hat wieder einen wichtigen Ergebnisbeitrag geleistet. 2018 investierte das Unternehmen insgesamt rund 20 Mio. Euro in den Ausbau der Strom-, Gas- und Wassernetze. Hervorzuheben sind einige Großprojekte wie die Erneuerung des Umspannwerkes Altena (Gesamtinvest 4,25 Mio. Euro), der Abschluss des Neubaus der „Portalstrecke“ Werdohl-Elverlingsen (Invest ca. 7,5 Mio. Euro) und die Erneuerung von Leiterseilen der „Nord-/Süd-Trasse“ zusammen mit der DB-Energie GmbH (Invest 5 Mio. Euro). Mit der Stadt Altena verlängerte Enervie Vernetzt im Dezember 2018 die Konzession für das Stromversorgungsnetz um weitere 20 Jahre. Enervie Vernetzt wird bis 2023 rund 220 Mio. Euro in den Ausbau der regionalen Netzinfrastruktur investieren.

Wachstumsthemen

Einen besonderen Fokus hat Enervie auf Wachstumsthemen im Rahmen der Energiewende in der Region gerichtet: So wurde das „Kommunale Energie-und Ressourcen-Netzwerk“ (KERN) für Südwestfalen weiterentwickelt und durch Bundesmittel gefördert. Auch die Elektromobilität trieben die Unternehmen der Enervie Gruppe weiter voran: Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur im Rahmen ihres kommunalem E-Mobilitätskonzepts wurde in Kooperation mit The Mobility House und Nissan im Oktober 2018 das erste Elektroauto in das deutsche Energiesystem integriert und zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt (Vehicle2Grid).

Beim Zukunftsthema „Digitalisierung“ sind die Unternehmen der Enervie-Gruppe Vorreiter in der Region: Seit Oktober 2018 bietet Mark-E für Kunden einen „Digital Strom-Tarif“ an. Zudem baut die Enervie-Gruppe aktuell ein innovatives Funknetz auf, das neben internen Anwendungen auch die Basis für die Smart City werden soll.

Im Erzeugungsbereich setzt Enervie nach dem Ausstieg aus der Steinkohleverstromung verstärkt auf die Flexibilisierung des Stromangebots durch das Gas- und Dampfturbinenkraftwerks Herdecke und – nach erfolgter Modernisierung – das Pumpspeicherkraftwerk Rönkhausen. Zudem baut Enervie – neben der Modernisierung bestehender Wasserkraftanlagen – neue Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Personal

Zum 31. Dezember 2018 arbeiteten für die Enervie-Gruppe 1046 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Damit hat sich die Zahl im Rahmen des vereinbarten Personalabbaus im Vergleich zum Vorjahr um weitere 44 Mitarbeiter vermindert.

Enervie setzt wieder verstärkt auf die Ausbildung: Derzeit sind 20 Auszubildende in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Insbesondere im gewerblich-technischen Bereich wird bedarfsorientiert und verstärkt ausgebildet. Dabei besteht für die Azubis eine hohe Chance auf Weiterbeschäftigung bei Enervie.

Quelle: Pressemitteilung der Enervie-Gruppe

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