Inge Hoster, Astrid Schröder, Anke Buczko, Michaela Höfer und die Kraftwerk-Vierbeiner freuen sich auf den Start der neuen Gruppe am 13. September. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Ein langer Weg liegt hinter Inge Hoster. Sie bildet gemeinsam mit fünf weiteren Mitgliedern das Gründungsteam des Vereins P2P Kraftwerk e.V.  Was vor zwei Jahren als kleine Peer-to-Peer-Gruppe für Menschen mit psychischen Erkrankungen im Klinikum Lüdenscheid begann, ist zu einem offiziellen Verein gewachsen.

Unter dem Titel „Walk and Talk“ startet am 13. September eine neue Aktivität des P2P KRAFTWERK MK, diesmal in Kooperation mit den Turboschnecken. Interessenten treffen sich um 17 Uhr am Haus 5 des Klinikums Hellersen.

Koperationspartner Turbo-Schnecken

Als gut eingeführter Verein übernehmen die Turboschnecken den sportlichen Teil – also das „Walk“. Das P2P KRAFTWERK MK übernimmt den „Talk“-Teil. P2P ist die Abkürzung für „peer to peer“, was so viel heißt wie „von Gleich zu Gleich“.

„Wir haben viele Reha-Angebote und gute Erfahrungen mit ihnen gemacht“, sagt Anke Buczko von den Turbo-Schnecken. Sie bieten Betroffenen auch nach ihrer Therapie die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen und ihr persönliches Netzwerk zu erweitern. Die sportliche Leitung der Gruppe wird Astrid Schröder übernehmen. Die Psychologin mit Ausbildung zur psychologischen Therapeutin ist selbst passionierte Läuferin. Sie wird mit den Teilnehmern von Hellersen aus die Brüninghauser Wälder erkunden.

Raus aus dem Sessel, rein in die Natur

„Raus aus dem Sessel, rein in die Natur“, lautet das Motto. Die Interessenten an der Walk/Laufgruppe müssen keine Supersportler sein. Ziel der neuen Gruppe ist es, jeden Teilnehmer entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten zu fördern und zu fordern, immer so, dass niemand überfordert wird. Schließlich soll ja auch ausreichend Zeit zum Erfahrungsaustausch bleiben.

Betroffene kennen Krisensituationen

Den „Talk“-Teil in der neuen Gruppe übernehmen die P2PKraftwerker. „Als ehemalige Betroffene wissen wir, wie schwer es insbesondere in Krisensituationen ist, sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und es aktiv zu gestalten“, sagt Inge Hoster von den Kraftwerkern.

Hinter P2P, kurz für Peer-to-Peer, steckt die Idee, dass Betroffene, die bereits Krisen gemeistert haben, anderen Betroffenen in schwierigen Situationen auf Augenhöhe helfen.

P2P Kraftwerk macht Erkrankte und Angehörige stark

Ziel von P2P Kraftwerk e.V. ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörige zu unterstützten und stark zu machen. Das Angebot des Vereins umfasst neben Einzelberatungen und Besuchsdiensten zurzeit vor allem eine Andockgruppe, die sich alle 14 Tage montags, in den geraden Wochen, um 16:15 Uhr in Haus 5 des Klinikums Lüdenscheid trifft und ohne Anmeldung besucht werden kann. Die Gruppe steht sowohl für Menschen mit psychischen Erkrankungen als auch für deren Angehörige offen. Ganz wichtig: Die Angebote ersetzen keine Therapie. Die P2P-Kraftwerker sehen sie als ergänzende Element von Betroffenen für Betroffene. Sie selbst arbeiten ehrenamtlich, unentgeltlich und unabhängig.

Das Angebot:

– P2P Beratung

– Besuchsdienst

– Andockgruppe

– und neu „Walk and Talk“

Kontakt: 01522 9845296 oder 0175 4746682, Mail: p2pluedenscheid@mail.de

Hier der Flyer von P2P Kraftwerk zum Herunterladen Kraftwerkflyer incl. walk and talk

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