Text und Footo ergeben das ganze Bild: Hier das Porträt von Thomas Wewers, Leiter der Integrativen Kulturwerkstatt "Alte Schule".

Lüdenscheid. Einblicke in das Innenleben einer Stadt: Vor großen Publikum wurde am Freitagabend im Museum das Buch „Lüdenscheider Begegnungen“ vorgestellt. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung mit großformatigen Fotos aus dem Buch eröffnet. Der Band, gedruckt bei Seltmann Printart ist „ein kleines Kunstwerk im Auftrag der Empathie“. So charakterisierte Autorin Ulrike Tütemann den Band, der 40 Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider in Text und Bild vorstellt.

Das Gemeinschaftswerk von Ulrike Tütemann (Text), Guido Raith (Fotos) und Nelly Raith (Videos) porträtiert Menschen, die durchaus einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Stadt besetzen, aber auch solche, die eher im Stillen wirken.

Mit- und Füreinander in Lüdenscheid

„Es ist einfach schön, am Ende eines von Krisen geprägten Jahres den Blick darauf zu richten, wer und was uns zusammenhält“, sagte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer am Freitagabend in seinem Grußwort. Das Buch verdeutliche das Engagement, zu dem Menschen neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit fähig seien. Es liefere außergewöhnliche Einblicke in das Mit- und Füreinander in Lüdenscheid.

Buchvorstelllung im Museum: Das Interesse war riesengroß. Foto: Wolfgang Teipel

Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, der als Herausgeber des Bandes fungiert und die Rolle des Projektträgers übernommen hatte, zeigte sich fasziniert von der positiven Ausstrahlung der Fotos.

Guido Raith führte als Beispiel für die Lüdenscheider Männer und Frauen, die er besonders schätzt, Werkstattbetreiber Frank Lehmann an. Lehmann habe sein damals sehr kapriziöses Auto immer wieder ans Laufen gebracht. Er sei immer für ihn und nicht nur für ihn da gewesen, ohne davon großes Aufheben zu machen.

Ulrike Tütemann hat bei ihren über 40 Besuchen sechs immer wiederkehrende Fragen gestellt. Guido Raith hat die Frauen und Männer gekonnt ins Bild gesetzt. „Foto und Text ergeben bei allen Begegnungen zusammen das komplette Bild“, sagt er.

Vorschläge aus der Bürgerschaft

Wichtig zu wissen: Nicht das Team Tütemann/Raith hat die Porträtierten ausgewählt. Die Vorschläge kamen aus der Bürgerschaft. „Dieser partizipative Faktor war Bedingung für die Förderung durch das NRW-Heimatministerium“, sagt Ulrike Tütemann.

Das Buch „Lüdenscheider Begegnungen“ kostet zehn Euro und ist im Museum zu erhalten. Weitere Verkaufsstellen sollen hinzukommen.