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Heinz Rohe (Vorstandsvorsitzender Kleines Kulturforum), Daniel Scharf (Singer-/Songwriter) und Heiner Burkhardt (1. Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Werdohl) freuten sich über einen ganz und gar gelungenen Museumsabend mit vielen Gästen. Fotos: Iris Kannenberg

Werdohl. Zum Museumsabend in das Werdohler Stadtmuseum luden Heiner Burkhardt (Werdohler Museumsleiter) und Heinz Rohe (Vorsitzender Kleines Kulturforum) interessierte Bürger ein. Und was sie ihnen an diesem Abend zu bieten hatten, konnte sich wahrhaftig sehen und hören lassen.

Abwechslungsreiches Programm

Pastor Schmale wusste viel Amüsantes über die Burg Pungelscheid und ihre Bewohner zu berichten.

Ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Höhepunkten, in dem weder die Stadtgeschichte Werdohls, noch beste Unterhaltung zu kurz kamen.

Im Museum selbst bekam man Geschichten erzählt und Geschichte zelebriert. Rüdiger Schmale, vielen bekannt als langjähriger Pastor der Werdohler Christuskirche, wusste “Dönnekes” zu erzählen aus der langen Werdohler Geschichte.

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Ob über Schloss Pungelscheid, die Verwandtschaft mit dem König von Korsika oder dem verräterischen Raben “Pungi”, dem auf relativ unschöne Art der Schnabel gestopft wurde. Vieles, was Werdohl an interessanten Anekdoten zu bieten hat, trug der ehemalige Pastor, mal im Freizeitdress mal in der Soutane (als Pastor Daniel, der vor 150 Jahren in Werdohl verstarb), auf ganz unwiderstehliche Weise seinem Publikum vor. Amüsant und dabei echt professionell.

Stadtgeschichte ist spannend

Andreas Späinghaus und Udo Böhme. Die absoluten Werdohl-Experten. Es gibt fast nichts, was sie nicht über Werdohl wissen.

Udo Böhme und Andreas Späinghaus hatten einiges zur realen Werdohler Stadtgeschichte zu sagen.

Als erprobte Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins traten sie stilecht im Gewand vor ihre Zuhörer und nahmen sie mit auf eine Zeitreise quer durch die Werdohler Industriegeschichte.

Wie immer faszinierten sie ihre Gäste mit interessanten geschichtlichen Details. Es lohnte sich, ihnen zuzuhören. Schon, weil die beiden es verstehen, auch trockene Geschichte so aufzubereiten, dass sie zu einem spannenden Krimi wird, den sich jeder gerne auch noch ein zweites oder drittes Mal anhört.

Musik direkt ins Herz

Daniel Scharf war der Publikumsliebling. Selbst im Nebenraum mussten noch Stühle gestellt werden. Das Museum war sehr, sehr voll.

Der Höhepunkt des Abends und erklärter Publikumsliebling war ohne Zweifel der Singer-/Songwriter Daniel Scharf. Der Musiker, der ansonsten als Jugendreferent der evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede (Lüdenscheid) tätig ist, bezauberte die vielen Gäste von der ersten Minute an.

Mit viel Charme, noch mehr Talent und einer Musik, die direkt im Herzen landete, verstand er es, die Zuschauer in insgesamt drei Sets durchgehend mit seiner Musik zu faszinieren.

Eigenkompositionen gingen unter die Haut

Im komplett besetzten Auditorium des Kleinen Kulturforums, in das man noch viele zusätzliche Stühle stellen musste, um dem Andrang gerecht zu werden, hörten die Zuschauer andächtig zu, lachten und wippten bei den humorigen Songs mit und klatschten viel und anhaltend, wenn Daniel Scharf seine Songs performte.

Seine Songs lassen wohl niemanden kalt. Daniel Scharf ist authentisch und sehr ehrlich. Seine Botschaft gibt aber auch viel Hoffnung.

Eigenkompositionen, gemixt mit gut gecoverten Songs von Peter Gabriel, Bob Dylan und Funny van Dannen bildeten bei dem Konzert ein stimmiges Ganzes.

Besonders die eigenen Songs des Singer-/Songwriters gingen unter die Haut und hatten es den meisten Zuhörern sichtlich angetan.

Authentisch und ganz nah am Menschen, berühren sie, gerade weil man spürt, dass der Musiker und Jugendpastor von etwas singt, das er selbst er- und durchlebt hat. Und mit dem er oft auch noch nicht ganz durch ist.

Glücksgriff

Die vielen Zuschauer freuten sich über einen abwechslungsreichen und gelungenen Abend.

Daniel Scharf bietet in seinen Songs keine platten Lösung an, sondern erzählt von Schmerz, Versagen und Zerbrechen, aber auch von ganz viel Hoffnung und Liebe und dem Willen, immer wieder aufzustehen und neu zu beginnen. Die Gäste dankten es ihm mit viel Applaus und noch mehr echtem Wohlwollen.

Daniel Scharf war ganz unbestritten ein Glücksgriff, der den Abend zu etwas Besonderem machte.

Sehr gelungen

Heiner Burkhardt bedankte sich bei seinen Gästen. Und freute sich über den Andrang in seinem Museum.

Alles in allem war das ganze Event rund und sehr gelungen. Etwas, das man so als Veranstalter nicht ganz so oft hinbekommt. Der Wechsel von Musik, Lesung und Vortrag war stimmig und gut getimt.

Die Künstler dazu allesamt von hoher Qualität. Die Gäste strömten nur so in das Museum, der Abend war bestens besucht und übertraf sämtliche Erwartungen der Veranstalter bei weitem. Danke sagen darf man auch dem engagierten Team um Heinz Rohe, das die Veranstaltung im Hintergrund “wuppte”.

Eine Nacht im Museeum, nach der jeder zufrieden nach Hause ging und an die sich sowohl Gäste als auch Veranstalter noch lange mit viel Freude erinnern werden.

 

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