"Grundschule Oberbrügge muss bleiben": Die Botschaft der vielen Besucher im Forum der Lindenhofschule war eindeutig. Foto: Wolfgang Teipel

Halver-Oberbrügge. Gut drei Stunden mussten die Besucher am Mittwochabend im überfüllten Forum der Lindenhofschule ausharren. Dann war klar: Die Grundschule Oberbrügge soll ihre Chance erhalten. Die Entscheidung darüber, in welcher Form sie weitergeführt werden soll, wird vertagt. Dafür gab’s vom Publikum jede Menge Beifall. Viele Oberbrügger hatten nach den Ankündigen der Verwaltung und dem Gutachten zur Schulentwicklung in Halver das Schlimmste befürchtet.

Die Auflösung des Standorts, der unter sinkenden Schülerzahlen leidet und nach aktuellen Prognosen weiter darunter leiden wird, ist abgewendet. Offen bleibt die Frage, wie lange die Grundschule als eigenständige Einrichtung weitergeführt werden kann oder ob sie schon bevor die Schülerzahl unter die Grenze von 92 fällt, als Teilstandort einer anderen Halveraner Grundschule in die Zukunft starten soll.

Gemeinsamer Vorschlag von SPD, UWG und Grünen

Das zumindest ist das Ziel, auf das sich SPD, UWG und Grüne in der Nacht zum Dienstag verständigt hatten. Ihr Vorschlag: Die Schule läuft zum Schuljahresende 2017/18 als Grundschule in der jetzigen Form aus. Anschließend soll sie als Teilstandort weitergeführt werden. Die Schulkonferenz soll dafür schnell Lösungen vorbereiten und die Empfehlungen bis September 2016 bei der Stadt Halver als Schulträger einreichen. Im Oktober soll der Rat den endgültigen Beschluss fassen.

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Klärung juristischer Fragen

Ob das so laufen kann, ist offen. Deutlich wurde am Mittwochabend, dass wohl auch noch einige juristische Fragen geklärt werden müssen. Zum Beispiel diese: Kann die Schule schon als Teilstandort geführt werden, auch wenn die Schülerzahl noch nicht unter 92 gefallen ist. Diese Schülerzahl gilt zumindest nach den Prognosen bis 2021 sicher.

Zum weiteren Verfahren kündigte Werner Lemmert, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Jugend, an: „Wir werden all die offenen Fragen in der Ratssitzung am 7. März thematisieren.“

Ausführlicher Bericht folgt.

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