Sie schaffen die Voraussetzungen für das kostenlose Test-Angebot: (von rechts) Moritz Marl (IFAM), Bürgermeister Ulrich Schulte, Peter Krieger (DRK) sowie Rolf Eigemeier und Andreas Voit, die Logistikleiter der Teststation in Böddinghausen. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Der DRK-Ortsverein und das Institut für Arbeitsmedizin bieten ab kommenden Montag, 15. März, kostenlose Corona-Schnelltests in Plettenberg an.

Da zurzeit bundesweit noch nicht genügend Imstoffdosen verfügbar sind und zugleich ansteckendere Virus-Varianten die Coronavirus-Übertragungen gefährlich antreiben, möchte die Stadt Plettenberg Bürgerinnen und Bürgern für sie kostenlose Corona-Schnelltests auch direkt vor Ort in Plettenberg ermöglichen. Bürgermeister Schulte ist dankbar dafür, dass sich gleich zwei Anbieter bereiterklärt haben, in Abstimmung mit der Stadt vor Ort Schnelltests anzubieten.

DRK vergibt Termine online

So wird der DRK-Ortsverein Plettenberg e.V. laut seinem 1. Vorsitzenden Peter Krieger ab Montag, 15. März, Schnelltests durch fachkundiges Personal im DRK-Heim am Ratscheller Weg 34 anbieten. Getestet wird dort montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr, donnerstags zusätzlich von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Aufgrund der logistischen Gegebenheiten im DRK-Heim ist eine vorherige Terminreservierung erforderlich (unter https://page.booking-time.com/drkplettenberg, während der Öffnungszeiten auch unter Tel. 02391 6073-15).

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Test-Drive-In

Daneben wird unter Federführung des zur Prange Gruppe gehörenden Instituts für Arbeitsmedizin (IFAM) in Plettenberg-Böddinghausen auf einem ausgeschilderten Teil des AquaMagis-Parkplatzes ein Test-Drive-In angeboten. Dort werden laut IFAM-Geschäftsführer Moritz Marl in kurzer Zeit viele Testungen möglich sein; daher werde man dort zunächst auf Terminreservierungen verzichten. Man kann einfach vorfahren und wird dann durch Ordner eingewiesen. Auch hier stellt fachkundiges Personal eine professionelle Testung und Auswertung sicher.

Der Startschuss fällt auch hier am Montag, 15. März. Getestet wird am Standort AquaMagis montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr.

Auf dem AquaMagis-Parkplatz in Böddinghausen werden die Vorbereitungen für den Test-Drive-In getroffen, der am 15. März ab 12 Uhr geöffnet ist. Foto: Bernhard Schlütter

Wichtig: DRK und IFAM weisen darauf hin, dass Testwillige sich per Personalausweis ausweisen und nach Möglichkeit ihre Krankenversichertenkarte mitführen sollten sowie vor Ort die üblichen Corona-Hygieneregeln unbedingt einhalten müssen (Abstandhalten, OP- oder FFP2-Maske Tragen).

Ergebnis binnen 20 Minuten

Die Schaffung solch niedrigschwelliger Testangebote vor Ort, wie sie jetzt durch DRK und IFAM angeboten werden, hatte zuletzt auch der Landrat des Märkischen Kreises, Marco Voge, ausdrücklich begrüßt. Laut Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel geben Antigen-Schnelltests binnen 15-20 Minuten weitestgehend verlässlich Auskunft darüber, ob der Getestete im Testzeitpunkt in den oberen Atemwegen eine nennenswerte Viruslast aufweist. Dies wäre dann auch ein Hinweis darauf, dass er im Testzeitpunkt ansteckend sein dürfte. Nur dann, wenn ein Schnelltest im Ausnahmefall anzeigt, dass höchstwahrscheinlich eine Coronavirus-Infektion vorliegt, ist anschließend noch eine genauere labordiagnostische Ergebniskontrolle angezeigt.

Spiegel weist darauf hin, dass die Schnelltests die etablierten Corona-Schutzmaßnahmen keinesfalls ersetzen, sondern ergänzen. Impfungen, Abstand halten, Verzicht auf Feiern, Maske tragen – all das müsse erst einmal weiter beachtet werden. Gerade die ansteckenderen Virus-Varianten, die aktuell noch weiter auf dem Vormarsch seien, verziehen keine Nachlässigkeiten, betont Spiegel.

Baustein zur Eindämmung der Pandemie

Die Schnelltest-Möglichkeiten sollten als ein wichtiger Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie unbedingt genutzt werden, um aktuelle Coronavirus-Infektionen zu erkennen – und dann entsprechend handeln zu können. Wer, was ja der Regelfall sei, bescheinigt bekomme, dass laut Schnelltest keine Corona-Infektion anzunehmen sei, könne die Bescheinigung auch nutzen, um nach der Coronaschutzverordnung taggleich Zugang zu bestimmten Leistungen zu erhalten (z.B. gesichtsnahe Dienstleistungen). Wer hingegen, was ja der Ausnahmefall sei, durch den Test rechtzeitig erkenne, dass er infiziert sei, habe den Vorteil, sich umgehend isolieren und – zusammen mit seinem Hausarzt – mögliche Erkrankungssymptome einordnen zu können.

Man laufe durch das Isolieren dann auch nicht Gefahr, das tückische Virus auf Risikogruppen, Arbeitskollegen, Familienangehörige, Freunde zu übertragen. Neben dem Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, zeige sich zunehmend, dass das Virus selbst scheinbar Genesenen im Nachhinein noch große Probleme bereiten könne.

Auch deshalb, so Bürgermeister Ulrich Schulte, sei das Engagement von DRK und IFAM kaum hoch genug einzuschätzen.

Quelle: gemeinsame Pressemitteilung Stadt Plettenberg, DRK-OV und IFAM

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