Beim ersten Workshop zum Kreuzkirchen-Projekt ging es am Donnerstag sehr lebhaft zu. Foto: Screeshot

Schalksmühle. Nach einigen Vorgesprächen im kleinen Kreis hat in der vergangenen Woche erstmals das „Kreuzkirchen-Plenum“ getagt. 23 engagierte Schalksmühle trugen in dieser digitalen Runde Anregungen und Ideen zusammen. Sie sollen in das Projekt „Dritter Ort Kreuzkirche“ einfließen. Schon bald können die Macher, die übrigens noch weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter suchen, zur Tat schreiten. Nach dem Entwidmungsgottesdienst (geplant für 21. März) soll der Komplex auf dem Mathagen von der Ev. Kirchengemeinde an die Gemeinde Schalksmühle übergehen.

Förderoffensive für mehr Kultur

Danach sollen zunächst die Kirche und das Gemeindehaus nach und nach zu einem „Dritten Ort“, das heißt zu einem Platz der  Kultur und Begegnung umgebaut werden. Unterstützt wird das Projekt im Rahmen einer Förderoffensive für mehr Kultur im ländlichen Raum durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Zunächst stehen 450.000 Euro zur Verfügung

Die Schalksmühler Pläne haben die Fachjury überzeugt. Im ersten Schritt wurden bereits 450.000 Euro für die Umsetzung der Schalksmühler Pläne zur Verfügung gestellt. „Jetzt müssen wir die PS auf die Straße bringen und das Feuerwerk zünden“, sagte Michael Führs, Regional- und Projektmanager der projaegt GmbH, die den Prozess begleitet.

Was ist eigentlich ein Dritter Ort? Hier wird erklärt, worum es geht. Foto: ScreenshotDritter

Führs hatte für das erste Kreuzkirchen-Plenum für vier Arbeitsgruppen einige Tableaus vorbereitet. Diese Arbeitsgruppen sollen sich um die Komplexe Programm, Bau und Ausstattung, Gastronomie und Herzstück sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit kümmern.

Lebhafte digitale Runde

Die blauen Kästchen des Projektmanagers füllen sich schnell mit Inhalt. Das ein oder andere Mal musste er sein Tableau sogar erweitern, weil aus der lebhaften Runde immer wieder neue Vorschläge kamen.

Was muss? Was Kann? Was muss bei der ersten Ausbaustufe schon für das Gesamtprojekt berücksichtigt werden? Welche Zielgruppen sind wichtig? Wie kann der Dritte Ort der engeren Nachbarschaft und schließlich auch der gesamten Öffentlichkeit so vermittelt werden, dass alle dem Projekt möglichst aufgeschlossen gegenüberstehen? „Wir müssen die Sache ganzheitlich denken“, forderte Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Online-Übertragungen als Startprogramm

Auch wenn das Projekt noch ganz am Anfang steht, stellen sich viele Fragen. Lassen sich schon in der ersten Phase Aktivitäten entwickeln, die den dritten Ort am Mathagen im Gespräch halten? Für Jan Schriever sind beispielsweise Online-Übertragungen aus dem Kirchenraum als Startprogramm geeignet. Dafür könnte, so VHS-Direktorin Marion Göring, die VHS Volmetal mit ihren zahlreichen Kooperationspartnern sorgen. Lesungen, Literaturcafé, Musik: Für Marion Göring ist vieles vorstellbar.

Größerer Umbau ab 2023

Im ersten Schritt soll das Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum eine eigene Internetseite erhalten. Zudem soll ein/e Dritte-Ort-Manger*in eingestellt werden. Die ersten Phase der Umsetzung soll bis 2023 abgeschlossen sein. Danach erfolgen größere Umbaumaßnahmen am Kreuzkirchen-Komplex, die mit Stadtbau-Förderungsmitteln umgesetzt werden sollen.

Das ist ein langer Weg, auf dem den Beteiligen nicht die Puste ausgehen darf. Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Sport, appelliert an alle Schalksmühler, sich in das Projekt einzubringen. Daneben hat sie einen weiteren Wunsch: „Wir brauchen einen zugkräftigen Namen“, sagte sie am Donnerstag. Jetzt wartet sie auf originelle Vorschläge.

 

 

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