Der Beteiligungsprozess startete im November 2019 mit einem Ideen-Café (hier Bernd Müller bei der Abschlussrunde). Dann kam Corona. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. Die Entwicklung der Kreuzkirche zum Kulturort wird nun konkreter. Die Kreuzkirche Am Mathagen soll zu einem sogenannten „Dritten Ort“ entwickelt werden. Damit sind neuartige kulturelle Einrichtungen gemeint, die in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre die Begegnung und den Austausch von Menschen ermöglichen und zugleich Raum für Kunst und Kultur bieten.

Nachdem sich die Jury im Förderwettbewerb „Dritte Orte“ des NRW-Kulturministeriums im November 2020 dafür ausgesprochen hat, die Umsetzung des in den vergangenen Monaten für die Kreuzkirche entwickelten Konzeptes zu fördern, geht es nun an die Umsetzung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv einzubringen.



Keine breite Bürgerbeteiligung möglich

Ursprünglich war vorgesehen, die Konzeptentwicklung mit einer breiten Bürgerbeteiligung zu begleiten. Doch leider hat  die Corona-Pandemie den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit dem Einreichungstermin für den Landeswettbewerb Ende August im Nacken blieb der Gemeinde nur die Option, die vorhandenen Nutzungsideen zusammenzutragen und zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zu verdichten.

Gelegenheit zum Mitmachen

Herausgekommen ist dabei ein Konzept, in dem die Kreuzkirche als offenes Haus der Kultur, Bildung und Begegnung die kulturelle Landschaft in Schalksmühle und der gesamten Region Oben an der Volme bereichert und vielfältige Nutzungsoptionen bietet. Dabei ist noch vieles offen und es gibt viele Möglichkeiten für Vereine und Initiativen aus dem Kulturbereich sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger, das Projekt aktiv mit zu gestalten.

Im Normalfall würde die Gemeinde jetzt zu einer großen Bürgerwerkstatt einladen, Arbeitsgruppen bilden und darin wichtige Themen wie die konkrete Programmgestaltung und den Umbau der Kreuzkirche voranbringen. „Doch leider haben wir Corona bedingt aktuell nicht den Normalfall“, sagt Projektleiterin Anja Wolf. „Deshalb müssen wir auf andere Wege ausweichen.“

Videokonferenz am 28. Januar

Der Einstieg in die konkrete Projektarbeit wird kurzerhand ins Internet verlegt. Am 28. Januar ab 18.00 Uhr findet dazu eine Videokonferenz statt, in der die jetzt anstehenden Themen bearbeitet und unter anderem Arbeitsgruppen für die weitere Konkretisierung gebildet werden sollen. Neben den bereits beteiligten Institutionen und Personen sind auch alle kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürger, die an der Entwicklung der Kreuzkirche zu einem Dritten Ort mitwirken möchten, herzlich dazu eingeladen. Die Zugangsdaten zur Videokonferenz können per E-Mail bei Anja Wolf, Projektleiterin für das Kreuzkirchen-Projekt bei der Gemeinde Schalksmühle, angefordert werden (a.wolf@schalksmuehle.de).

Diese Sitzung wird eine größere Videokonferenz mit recht vielen Teilnehmern werden. Künftig soll dann allerdings in kleineren, themenbezogenen Gruppen gearbeitet werden. Die nachfolgend beschriebenen Aufgaben und Zuständigkeiten sind nicht als abschließende Aufzählungen, sondern zunächst als erster Aufschlag zu verstehen:

  1. Steuerungsgruppe

– trifft Grundsatzentscheidungen, hat Gesamtüberblick

– ist ausgestattet mit entsprechenden Entscheidungskompetenzen

– hat die „Finanzhoheit“

– „feste“ Struktur, hohe Verbindlichkeit, geringe Fluktuation

– …

  1. AG Bau und Ausstattung

– Begleitung der Planung und Umsetzung des Umbaus

– Beteiligung an der Auswahl des Architekten

– Kontaktgruppe für den kontinuierlichen Austausch mit dem Architekten

– Festlegung der erforderlichen Ausstattung (Möblierung, Veranstaltungstechnik etc.)

– Formulierung der baulichen „Anmutung“ der neuen Kreuzkirche

– …

  1. AG Gastronomie und Herzstück

– Konzept für Gastronomie und Begegnungsort unter „beengten Bedingungen“

– Kernfrage: Wie wird die Kreuzkirche ein „gastlicher Ort“?

– …

  1. AG Inhaltliche Programmatik

– Konzept für „Aneignung“ – Wie geht es konkret los? Was ist auch mit Corona möglich?

– schrittweise Ausarbeitung des Programms für den Kulturort Kreuzkirche

– Festlegung von „Spielregeln“ für die Nutzung

– Koordination der verschiedenen Nutzergruppen

– …

  1. Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit

– Erstellung Homepage, Pflege und Aktualisierung

– Dokumentation des Projektfortschritts (Fotografie/Film?)

– Image-Film

– Pressearbeit

– …

Im Rahmen der Videokonferenz am 28. Januar sollen sich möglichst alle Teilnehmer dazu äußern in welcher Gruppe oder welchen Gruppen sie gerne mitarbeiten möchten. So kann sich jede/r nach persönlichen Interessen und Neigungen einbringen.

 

 

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