TEILEN
Dr. Gerhard Hildenbrand, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid. Foto: Hella Mauritz

Lüdenscheid. Die Angst vor dem Fremden und eine daraus resultierende Fremdenfeindlichkeit polarisiert – wird aber wenig verstanden. Um dies zu ändern und über Fremdenangst, auch Xenophobie genannt, aufzuklären, lädt Dr. Gerhard Hildenbrand, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid, zu einem Vortrag ein. Er findet statt am 18. Februar von 18:30 bis 20:00 Uhr im Rahmen der Reihe „Lüdenscheider Forum Seele & Körper“ zum Thema „Die Angst vor dem Fremden – Zur Psychoanalyse von Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit“ im Seminarzentrum (Haus 7) des Klinikums Lüdenscheid.

Viele Gründe

„Die Gründe für Fremdenfeindlichkeit können vielseitig sein“, weiß Dr. Gerhard Hildenbrand. So können zum Beispiel grundlegende menschliche Bedürfnisse nach Sicherheit, Bindung, Anerkennung und Identität einzelne Personen oder auch Gruppen – teilweise unbewusst – dazu bringen, dem Fremden zwiespältig zu begegnen. Auch fehlende Anerkennung und Kränkungen des Selbstwertgefühls können dazu führen, dass Menschen Andere bzw. Fremde entwerten.

Auch Diskussion vorgesehen

Dabei ist es jedoch gerade die Anregung durch das Fremde, die für eine gesunde seelische Entwicklung sorgt. In seinem Vortrag möchte der Experte nicht nur gemeinsam mit seinen Zuhörern psychologischen Funktionen von Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit aus psychoanalytischer Perspektive auf die Spur gehen, sondern auch über das schwierige, aber wichtige Thema diskutieren.

Anzeige

Mit vier Veranstaltungen pro Jahr bietet das Lüdenscheider Forum Seele & Körper einem interessierten Publikum Informationen zu den vielfältigen Themen der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. Die Vorträge erklären spezielle leib-seelische Zusammenhänge und deren Störungen und informieren über Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung, greifen aber auch gesellschafts- und kulturkritische Themen auf. Die Vortragsinhalte sind allgemein verständlich und dennoch der wissenschaftlichen Psychosomatik und Psychotherapie verpflichtet.
Der Eintritt ist für alle Besucher frei.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here