Die Polizei nahm sieben Tatverdächtige fest. Symbolbild: fotolia.com

Hagen. Doppelschlag gegen die Drogenkriminalität – ausgelöst hatte ihn ein Rauschgifthändler selber: Statt einer potenziellen Kundin sprach er eine Zivilbeamtin der Polizei an. Das Ganze führte zur Inhaftierung von zwei Tatverdächtigen aus dem Hagener Drogenmilieu und der Sicherstellung von „deutlichen Mengen Rauschgift“. Den Erfolg konnte die Polizei bereits in der vergangenen Woche einfahren; am Dienstag, 9. Februar, berichtet sie in ihrem Presseportal davon:

Straßenhändler zeigte sich geständig

Danach bot ein 31-Jähriger am vergangenen Mittwoch im Bereich des Hauptbahnhofs einer Zivilpolizistin des „Einsatztrupps zur Bekämpfung der Straßenkriminalität“ Marihuana zum Kauf an. Weiter heißt es in dem Pressetext: „Gemeinsam mit ihrem Kollegen ging die Beamtin zum Schein auf das Angebot ein und man suchte gemeinsam die Wohnung des Drogenhändlers auf. Nachdem sich die Beamten zu erkennen gaben, zeigte sich der 31-jährige Straßenhändler geständig und machte Angaben zu seinen Hintermännern. Außerdem konnten in seiner Wohnung größere Mengen Marihuana sichergestellt werden.“

Wohnung diente als Drogenlager

Weitere gemeinsame Ermittlungen mit den Hagener Drogenfahndern führten zu einer weiteren Wohnung in Hagen, die ebenfalls als reines Drogenlager diente. Dort konnten nach einer Durchsuchung 1,5 kg Marihuana, kleine Mengen Kokain sowie Ecstasy-Tabletten sichergestellt werden.

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Zwei Hintermänner gefasst

Darüber hinaus gerieten bei den Ermittlungen zwei Großhändler im Alter von 22 und 23 Jahren ins Visier der Polizei. Die beiden gelten als Hintermänner und sollen seit mindestens Mitte des vergangenen Jahres Hagener Drogenhändler mit Rauschgift beliefert haben.

Mehrjährige Haftstrafen in Aussicht

Die Täter wurden am Freitag einem Haftrichter vorgeführt und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Beide haben wegen des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln eine mehrjährige Haftstrafe zu erwarten. Darüber hinaus wurde der 31-jährige Straßenhändler vorläufig festgenommen und hat nach Darstellung der Polizei ebenfalls eine empfindliche Strafe zu erwarten. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

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