Der Vorstand der Volksbank in Südwestfalen: (von links) Roland Krebs, Karl Michael Dommes und Jens Brinkmann. Das Foto wurde vor der Corona-Pandemie aufgenommen. Foto: Volksbank

Märkischer Kreis/Südwestfalen. Die Volksbank in Südwestfalen eG hat im vergangenen Jahr mit vielfältigen Aktivitäten ihre Entwicklung zur regionalen Omnikanalbank erfolgreich vorangetrieben und ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Trotz Pandemie erzielte die größte Genossenschaftsbank Südwestfalens einen Bilanzgewinn von 3,5 Millionen Euro. Erstmals in der Unternehmensgeschichte durchbrach die Bilanzsumme die Marke von 4 Milliarden Euro. Neue Bestmarken wurden im Wertpapier- und im Immobiliengeschäft erreicht. Darüber informierten die Vorstandsmitglieder Karl Michael Dommes, Roland Krebs und Jens Brinkmann am heutigen Freitag (26. Februar) in einer Video-Pressekonferenz.

Das Bilanz-Pressegespräch der Volksbank Südwestfalen fand diesmal als Videokonferenz statt. Bildschirmfoto

„Die Volksbank in Südwestfalen hat ein starkes Geschäftsjahr hingelegt, trotz nie dagewesener Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie. Wir standen in dieser schweren Zeit den Menschen und der mittelständischen Wirtschaft in der Region als verlässlicher und starker Bankpartner zur Seite“, erklärt Vorstandssprecher Karl Michael Dommes. Das spiegelt sich in den Geschäftszahlen wider. Die Bilanzsumme stieg um sechs Prozent auf 4,054 Mrd. Euro; der Bilanzgewinn liegt mit 3,5 Mio. Euro etwas unter dem Vorjahr. Das Kundengeschäftsvolumen stieg auf 7,6 Mrd. Euro. Bankintern war das abgelaufene Geschäftsjahr geprägt durch eine Digitalisierungsoffensive, die mit einer Reihe von Neuerungen und Innovationen für Kunden und Mitglieder aufwartete.

Meilensteine erreicht

Im Februar 2020 startete mit dem KundenDialogCenter (KDC) ein neues Angebot der medialen Beratung für Privatkunden. Eine persönliche Beratung per Telefon und Videochat soll den Kundinnen und Kunden mehr Flexibilität bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte ermöglichen, ohne dabei eine Filiale aufsuchen zu müssen. Seit Mai gibt es zudem ein Serviceangebot für Firmenkunden über das KDC. „Wir haben einen hohen Kundenzuspruch bei der medialen Beratung erlebt, nicht nur wegen Corona. Das Angebot trifft den Nerv der Zeit und die Bedürfnisse der Kunden, die selbst entscheiden wollen, wann, wo und wie sie ihre Bankgeschäfte erledigen“, sagt Dommes.

Karl Michael Dommes Foto: Volksbank

Wichtig sei für die Volksbank, dem Kunden über alle Kontaktpunkte und Kanäle die gleich hohe Beratungsqualität in Echtzeit zu bieten. „Wir treiben die Entwicklung zur Omnikanalbank aktiv weiter, weil sie im Sinne unserer Kunden und Mitglieder ist. Unser Anspruch dabei: Überall, wo Volksbank draufsteht, ist auch Volksbank drin, nämlich die ganzheitliche genossenschaftliche Beratung.“ Omnikanal stellt bei der Vernetzung der wichtigsten Kontakt- und Kommunikationspunkte einer Bank aktuell die höchste Entwicklungsstufe dar. Veränderte Kundenerwartungen zeigen: die Trennung zwischen analoger und Online-Welt löst sich auf. Für das laufende Jahr wird die Volksbank eine neue Online-Banking-Plattform einführen, die 2020 in einer Pilot-Phase erfolgreich getestet wurde.

Initiativen gestartet

Für Firmenkunden wurde das neuartige Portal vb-echt-jetzt.de gestartet. „Wir zeigen Präsenz und Kompetenz. Die Botschaft dabei ist: wir kennen die Wirtschaft in Südwestfalen und stehen ihr als starker Partner mit Beratung, sicheren Finanzprodukten und zeitgemäßen Services zur Seite“, unterstreicht Firmenkundenvorstand Roland Krebs.

Vor Kurzem startete die Volksbank außerdem mit dem Portal wohnen-in-suedwestfalen.de eine neue Initiative, die zu einem Leistungsnetzwerk Immobilie für die Region aufgebaut werden soll. Für Karl Michael Dommes ist das ein logischer nächster Schritt: „Wir wollen als der Kompetenzträger und Partner in den Themen Bauen, Kaufen, Modernisieren und Wohnen in unserer Region präsent sein.“ Unter der Marke „Wohnen in Südwestfalen“ geht es nicht bloß um hauseigene Angebote der Volksbank. „Wir werden als Netzwerkpartner Leistungen und Anbieter aus unserer Region auf diesem Portal zusammenführen und damit den Menschen in Südwestfalen Mehrwerte rund um das Thema liefern – regional und kompetent.“

Roland Krebs Foto: Volksbank

Das Jahr 2021 war in allen Aspekten des Immobiliengeschäftes das bisher erfolgreichste für die Volksbank. Allein der Provisionsertrag aus Immobilienvermittlungen im Kundenauftrag erreichte mit 1,75 Mio. Euro ein neues Allzeithoch. 155 Objekte mit einem Volumen von 34,4 Mio. Euro wurden insgesamt vermittelt. Das Volumen der neu vergebenen Baukredite lag bei über einer Viertelmilliarde Euro (253,4 Mio. Euro) – ein Zuwachs von rund 35 Prozent. Damit verwirklichte die Volksbank in Südwestfalen für rund 1.300 Kunden den Traum vom Eigenheim.

Zuwächse im Kredit- und Wertpapiergeschäft

Das Kundengeschäftsvolumen legte um gut vier Prozent auf 7,6 Mrd. Euro zu. Zum Jahresende hatte die Volksbank in Südwestfalen insgesamt bilanzielle Kredite in Höhe von 2,752 Mrd. Euro ausgewiesen. Auf das Privatkundengeschäft entfielen dabei rund 46 Prozent. Deutlicher Wachstumstreiber waren die Kredite, die an Firmenkunden vergeben wurden. Das Neugeschäft stieg 2020 um fast zwölf Prozent auf 359,2 Mio. Euro. Das Volumen der Kreditmittel, die im Corona-Kontext für Firmenkunden durch die Bank begleitet wurden, lag bei rund 121 Mio. Euro.

Eine verstärkte Nachfrage nach Wertpapierprodukten kennzeichnete die Entwicklung im Anlagegeschäft. Der Bestand an Anlagen in Investmentfonds stieg um gut acht Prozent. Die Volksbank schloss über 3.000 neue Wertpapiersparpläne ab. „Viele Anleger haben ihre Anlageklassen in diesem Jahr diversifiziert und alternative Investments gesucht“, erklärt Karl Michael Dommes. Dem Trend zum Wertpapier begegnet die Volksbank in Südwestfalen mit dem neuen Angebot der digitalen Plattform VermögenPlus, die eine professionelle Vermögens- verwaltung ab einem Anlagebetrag von 25 Euro im Monat möglich macht. Insgesamt betreute die Volksbank zum Bilanzstichtag ein Wertpapiervolumen von rund 1,3 Mrd. Euro.

Bankbetrieb in der Pandemie

Die Volksbank hatte im Frühjahr ihre Filialen mit neuen Hygienekonzepten und baulichen Anpassungen geöffnet. Die Volksbank-Mitarbeiter sind vor Ort als persönliche Ansprechpartner für Kunden und Mitglieder da und begleiten sie auch durch den aktuellen Lockdown. „Ohne das außergewöhnliche Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen wäre das nicht möglich“, sagt Karl Michael Dommes. „Auch wir als digital affines Unternehmen haben in kürzester Zeit enorm dazugelernt, was das Einrichten und Umstellen auf Telearbeit im so genannten „Homeoffice“ angeht.“ Rund ein Drittel aller Beschäftigten arbeitet zurzeit von zu Hause aus. Eine interne Mitarbeiterbefragung hat ergeben, dass die weit überwiegende Mehrheit damit sehr zufrieden ist. „Darauf dürfen wir uns als Arbeitgeber nicht ausruhen. Telearbeit kann für die Zukunft eine Option sein, wenn sie eine Win-Win-Situation für Bank und Mitarbeiter darstellt. Moderne Arbeitsplatzkonzepte zahlen auf eine attraktive Arbeitgebermarke ein.“

Gesellschaftliches Engagement

Im vergangenen Jahr war die Volksbank ein zuverlässiger Partner für die Region und hat rund 580.000 Euro für Spenden- und Sponsoringaktionen aufgewandt. Ein Höhepunkt war das erfolgreiche Abschneiden des Karatevereins Zanshin-Siegerland, der beim Bundeswettbewerb „Sterne des Sports“ im Beisein des Bundespräsidenten den zweiten Platz belegte. In diesem Jahr lobt die Volksbank in Südwestfalen ihren Ehrenamtspreis EIVER, dem Preis für Ehrenamt, Ideen, Verantwortung und Engagement in der Region mit einer Preissumme von 32.500 Euro aus. „Wir würdigen das bürgerschaftliche Engagement in unserem Geschäftsgebiet, wollen eine Kultur der Wertschätzung für das freiwillige regionale Engagement stärken und die Menschen in ihrem Tun weiter motivieren. Wir sind stolz, dass wir den Landrat des Märkischen Kreises und den Landrat für den Kreis Siegen-Wittgenstein erstmals als Schirmherren für unseren Preis gewinnen konnten“, sagt Vorstandssprecher Karl Michael Dommes. Neu ist auch, dass ein Corona-Sonderpreis für ein Projekt vergeben wird, dass sich in besonderer Weise im Umgang mit der Pandemie hervorgetan hat.

Ausblick 2021

Nachdem die Vertreterversammlung im vergangenen Jahr erst im November als virtuelles Format stattfinden konnte, plant die Volksbank nun wieder eine Veranstaltung für den Sommer. „Der Termin 7. Juni steht; bei der Art und Weise der Durchführung werden wir flexibel sein“, erläutert Dommes.

Quelle: Volksbank in Südwestfalen

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