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Gesprächsrunde zum Thema Digitalisierung im Plettenberger Rathaus mit (von rechts) Angela Freimuth, Ulrich Schulte, Michael Schulte und Frank Hormes Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das Thema Digitalisierung an den Schulen erörterte Bürgermeister Ulrich Schulte mit der FDP-Landratskandidatin Angela Freimuth und Plettenbergs FDP-Vorsitzendem Michael Schulte im Plettenberger Rathaus. Anschließend unternahmen sie eine kleine Fahrradtour auf der Lenneroute nach Teindeln, um dort zusammen mit Vertretern der FDP Werdohl der Forderung nach dem baldigen Lückenschluss des Radweges zwischen Plettenberg und Werdohl Nachdruck zu verleihen.

Die Lehrer*innen an den Plettenberger Schulen werden mit iPads ausgestattet. Am Albert-Schweitzer-Gymnasium sind bereits die ersten Tablet-PC im Einsatz. „Bei diesen Geräten ist die Einrichtung und Wartung relativ unkompliziert möglich“, erklärte Frank Hormes. IT-Leiter im Plettenberger Rathaus. Ulrich Schulte stellte fest, dass es nicht mit der, vom Land geförderten, einmaligen Anschaffung der Hardware getan sei. „Es entstehen Folgekosten zum Beispiel für Softwareupdates und Wartung. Da wäre ein Fördertopf sinnvoll, aus dem die Städte für diese Investitionen schöpfen können“, forderte er.

IT-Abteilung wird verstärkt

Um den gesteigerten Unterstützungsbedarf der Schulen zu decken, wird die IT-Abteilung der Stadtverwaltung (zurzeit 5 Personen) um eine weitere Personalstelle verstärkt. Dafür hatte sich die FDP-Fraktion im Rat stark gemacht. Für die digitale Fortbildung der Lehrer*innen, eigentlich Ländersache, will sich die Stadt ebenfalls einsetzen. Michael Schulte forderte: „Die Lehrer*innen müssen geschult werden. Es fehlt an vielen Stellen an Knowhow.“

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Angela Freimuth stellte fest, dass die Digitalisierung in den letzten Monaten einen deutlichen Schub bekommen habe. Mit Logineo NRW werde eine webbasierte digitale Lernplattform zur Verfügung gestellt. „Wenn dies läuft, können hier auch Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten werden.“ Das infolge der Pandemie notwendige Home Schooling sei nicht vorhersehbar und daher nicht Teil der Planung gewesen. „Alle mussten sich auf diese neue Situation einstellen“, begründet Freimuth auftretende Schwierigkeiten in der Umsetzung. „Es wurden aber auch neue Möglichkeiten für den Unterricht entdeckt“, hob sie Positives hervor.

Foto: Bernhard Schlütter

Nachdruck für Lenneroute-Lückenschluss

Im Anschluss ans Gespräch im Rathaus sattelten Angela Freimuth, Michael Schulte und Ulrich Schulte ihre Pedelecs. Bei ihrer Tour nach Teindeln wurden sie vom Plettenberger ADFC-Vorsitzenden Sebastian Rittner begleitet. In Teindeln traf sich die Delegation mit Vertretern der FDP Werdohl mit deren Vorsitzendem Alexander Lilienbeck, um das fehlende Teilstück des Radweges in Augenschein zu nehmen. Dabei informierte Angela Freimuth Bürgermeister Schulte zum aktuellen Stand der Angelegenheit aus dem Verkehrsministerium. Sie werde hier weiter am Ball bleiben, sagte sie ihre Unterstützung zu.

Angela Freimuth machte sich in Teindeln ein Bild von der Situation für den Fahrradverkehr. Foto: privat

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1 KOMMENTAR

  1. Ach, wie süß! Die IT-Abteilung der Stadt wird verstärkt! Und Lehrer sollen fortgebildet werden!
    Herr Gott nochmal! Ihr habt wirklich den Schuß nicht gehört! Das Thema heißt Industrie 4.0! Plettenberg hat hier so gut wie nichts zu bieten. Plettenberg ruht sich auf seinem Gymnasium aus. Aus-und Fortbildung für die heimische Industrie? Suboptimal! Serverkapazitäten, schnelle Leitungen? Weit unter einem zukunftsträchtigen Niveau!
    Anstatt mal in das Geschäft “IT-Infrastruktur” einzusteigen, bauen die Stadtwerke Wasserrutschen!
    Die Schulen brauchen schnelle Leitungen zu Servern, auf denen die Lerninhalte komplett hinterlegt sind. Mit ein paar Laptops oder Tablets ist es nicht getan.

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