Die Talbrücke Rahmede soll im Dezember gesprengt werden. Foto: Autobahn Westfalen

Lüdenscheid/Südwesrfalen. Die Talbrücke Rahmede, die seit 2. Dezember 2021 gesperrt ist, kann gesprengt werden – und das noch in diesem Jahr. Das hat Bundesverkhrsminister Volker Wissing (FDP) am heutigen Montag angekündigt. „Heute kam die Nachricht, dass die technischen Voraussetzungen für eine Sprengung der Talbrücke Rahmede vorliegen. Diese Chance zur Beschleunigung greifen wir für die Region auf“, sagte Wissing laut dpa. Damit wäre ein erste Schritt zur Beschleunigung des notwendigen Neubaus dieser wchtigen Autobahnbrücke getan. Ein konventioneller Rückbau hatte das Verfahren spürbar verzögert.

Sechs Monate Vorbereitung

Die „Tagesschau“ berichtet darüber hinaus, dass die Vorbereitungen der Sprengung ein halbes Jahr dauern könnte, denn: Die Wohnhäuser und Unternehmen, die an oder direkt unter der Brücke liegen, müssten „aufwendig geschützt“ werden.

BM Wagemeyer: „Enormer Zeitgewinn“

„Das ist eine sehr positive Nachricht für unsere Stadt und die Region“, sagte Sebastian Wagemeyer. Die Sprengung der Brücke bedeute einen enormen Zeitgewinn für das Neubauvorhaben. Allerdings sei es „unbefriedigend“, über die Presse von dem Ergebnis der Machbarkeitsstudie zu erfahren: „Immerhin bin ich Bürgermeister dieser Stadt und auch der Menschen, die im Bereich der Brücke wohnen und arbeiten und die sich jetzt Gedanken um ihr Zuhause und ihre Firma machen.“

Anzeige

Kritik am Vorpreschen

In einer Pressemitteilung der Stadt Lüdenscheid heißt es weiter, dass außerdem noch nicht mit allen Grundstücksbesitzern Gespräche geführt worden seien, kritisierte Wagemeyer das Vorpreschen des Bundesverkehrsministers. Das Stadtoberhaupt forderte deshalb „sehr intensive, wertschätzende und auf Augenhöhe geführte Gespräche“, die so schnell wie möglich geführt werden müssten.

Die Stadtverwaltung übernehme dabei gerne die Rolle des Vermittlers, betonte Wagemeyer und bot Bund und Land damit erneut die „wichtige Unterstützung von uns als Local Player“ an.

Dudas: „Erste gute Nachricht seit Wochen“

Der Lüdenscheider SPD-Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Gordan Dudas sagte in einer ersten Stellungnahme: „Das ist seit Wochen die erste gute Nachricht für unsere Region. Eine Sprengung der maroden Rahmedetalbrücke beschleunigt das gesamte Verfahren erheblich. Daher müssen nun umgehend die für den Neubau anstehenden planungsrechtlichen Fragestellungen geklärt werden, damit nach der Sprengung zügig mit dem Bau der neuen Brücke begonnen werden kann.“

Fällarbeiten beginnen

Unterdessen hat die Autobahn Westfalen mit Baumfällungen unter der Talbrücke Rahmede begonnen. Zur Vorbereitung der notwendigen Baugrunduntersuchungen und auch des Abrisses der Brücke müssen Bäume und Sträucher unterhalb der Brücke entfernt werden. Das teilt Autobahn Westfalen mit.

Da diese Arbeiten in sehr steilem Gelände stattfinden, sind die Arbeiten aufwändig. „Es kann sein, dass Anker gesetzt werden müssen, um die Arbeiten im Hang abzusichern“, erklärt Projektleiter Michael Neumann. Trotz dieser möglichen Vorarbeiten sollen diese ersten Fällarbeiten noch vor Ende Februar – also in der vegetationsarmen Zeit – abgeschlossen sein.

Die Arbeiten beginnen am Südhang. Die notwendigen Zuwegungen werden dort bereits ab Wochenbeginn hergestellt bzw. vorhandene Wege werden befestigt. Es können bereits auch  erste Fällarbeiten vorgenommen werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here