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Der neue Verein traf sich zur Gründungsversannmlung in der Meinerzhagener Jesus-Christus-Kirche. Foto: Romanische Kirchen im Märkischen Kreis


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Meinerzhagen/Märkischer Kreis. Im Gemeindehaus der Meinerzhagener Jesus-Christus-Kirche wurde am 30. Oktober der Förderverein „Romanische Kirchen im Märkischen Kreis“ aus der Taufe gehoben. Sinnigerweise versammelten sich die 15 Gründungsmitglieder im Anschluss an die Gründungsversammlung zu einem symbolträchtigen Gruppenfoto in der Kirche um das über 700 Jahre alte Taufbecken.

Warum diese Vereinsgründung?

Die evangelische Pfarrkirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Ohle, einem Ortsteil von Plettenberg. Sie ist eine von sieben romanischen Kirchen des Märkischen Kreises. Foto: Romanische Kirchen im Märkischen Kreis

Über die Jahrhunderte hinweg sind die Kirchen für das Bild vieler Städte und Dörfer prägend, ganz besonders die romanischen Kirchen. Sie zählen zu den ältesten Gebäuden überhaupt. Was vielfach nicht bekannt ist: Sieben Stück gibt es davon im Märkischen Kreis; St. Lambertus in Affeln, St. Blasius in Balve, die Johanneskirche in Iserlohn-Hennen, die Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen, die Christuskirche in Plettenberg, die Evangelische Kirche in Plettenberg-Ohle und die Evangelische Kirche in Wiblingwerde. Sie stellen historisch und kulturell unvergleichliche Werte dar. In der Öffentlichkeit sind  diese Kulturschätze allerdings in den vergangenen Jahren mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

An dieser Stelle setzt der Förderverein an. Kunst- und Architektur-Kenner Jürgen Hennemann, der Initiator dieses Projektes, erklärt dazu: „Wir haben den Förderverein mit dem Ziel gegründet,  die romanischen Kirchen im Märkischen Kreis wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.”



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Aber versuchen das die Gemeinden nicht bereits?

Natürlich gibt es schon jetzt Informations- und Bildmaterial über die sieben Kirchen. Zum Teil werden sogar Führungen angeboten. Aber das leistet bislang jede Kirchengemeinde für sich alleine. „Die Strahlkraft von sieben gemeinsam auftretenden romanischen Kirchen ist größer, als die einer jeden einzelnen. Wir möchten daher unsere Kirchen künftig gemeinsam vorstellen“, betonen Jürgen Hennemann, der dem Beirat des Vereins angehört, und der 1. Vorsitzende Ludwig Kirchhoff-Stewens. Beide sind übrigens Werdohler und gehören nicht, wie der größte Teil der anderen Gründungsmitglieder, einer der Kirchengemeinden an. Willkommen sind im Verein nämlich alle Interessenten und Förderer der romanischen Baukunst.

Die Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen. Foto: Romanische Kirchen im Märkischen Kreis

Wie will der Verein die romanischen Kirchen gemeinsam darstellen?

In Form von Berichten in Tageszeitungen und Magazinen oder in Flyern und Broschüren wie schon bisher, aber eben auch in Form eines gemeinsamen und lebendigen Internet-Auftrittes mit informativen Beiträgen über die Kirchen, mit Fotos, Videos und Audios und in Form von gemeinsamen Aktionen. So sind beispielsweise Ausstellungen und Konzertreihen angedacht. Allein auf weiter Flur steht der Verein mit seinem Vorhaben nicht. Ein Beispiel oder Vorbild, wie das alles funktionieren kann, gibt es bereits in dem schon seit einigen Jahren bestehenden Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V.

Woher kommt das Geld?

Der Verein lässt sich ganz bewusst als Förderverein registrieren. Die Projekte und Aktionen sollen ausschließlich mit Hilfe von Fördergeldern, Spenden und dem ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder umgesetzt werden. In Anbetracht der vielfältigen Fördermöglichkeiten, über die man sich schon vor der Gründung informiert hat, nimmt der Verein seine Aufgabe mit großem Optimismus in Angriff.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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