Symbolfoto: pixabay.com

Lüdenscheid. Am 12. Mai wird international der Tag der Pflege begangen. Nicht zuletzt die Pandemie hat die Systemrelevanz des Gesundheitswesens deutlich gemacht. In einer Stellungnahme verdeutlich die Lüdenscheider LINKE ihre Positionen zum Thema Pflege. In einer Pressemitteilung dazu heißt es:

“Die Schließung von Krankenhäusern, wie das Marienhospital in Iserlohn-Letmathe, die Privatisierung von Krankenhäusern und die abnehmende Versorgung durch Haus- und Fachärzte, auch in Lüdenscheid, sind fehlgeleitete Entwicklungen, die nicht akzeptiert werden können.

Dringend zusätzliche Pflegekräfte benötigt

Überall fehlt Personal: Das bedeutet Stress und Belastung für die Beschäftigten und gefährdet die Gesundheit von Patientinnen und Patienten. In der Altenpflege fehlt für ein Drittel der notwendigen Tätigkeiten Zeit und Personal! Wir brauchen einen gesetzlichen Personalschlüssel, damit für den tatsächlichen Bedarf genug Personal da ist.

Mehr Grundgehalt

Arbeit in der Pflege ist wichtig, sie ist schwer, die Beschäftigten sind hoch qualifiziert. Pflege ist mehr wert und muss besser bezahlt werden. Das hilft auch gegen den Personalmangel: Durch finanzielle Anreize wollen mehr in den Beruf zurückkehren und mehr Leute eine Ausbildung anfangen.

Keine Profite mit der Pflege

Krankenhäuser und Pflegeheime, die Profite und Dividenden für Aktionäre abwerfen, arbeiten nicht zuerst für das Wohl der Menschen. Die Finanzierung nach dem Fallpauschalen-System führt dazu, dass Diagnosen, die dem Krankenhaus viel Geld einbringen, öfters gestellt werden und teure Stationen wie Geburtsstationen geschlossen werden. Krankenhäuser müssen nach dem Bedarf finanziert werden. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gehören in die öffentliche Hand. Gemeinnützige und kommunale Träger schaffen gute, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung.

Solidarische Gesundheitsversicherung

Die Zwei-Klassen-Medizin ist ungerecht und führt zu schlechter Versorgung. Wir wollen eine solidarische Gesundheitsversicherung, in die alle entsprechend ihrem Einkommen einzahlen. Die Beiträge sinken für alle, die weniger als 6.300 Euro Einkommen haben. Die Pflegeversicherung muss eine Vollversicherung werden, die alle Kosten übernimmt. Gute Arbeit in der Altenpflege darf nicht auf Kosten von Patientinnen und Patienten, Gepflegten und ihren Angehörigen gehen. Die Eigenanteile entfallen, d. h. niemand muss mehr etwas zusätzlich für die Pflege bezahlen.”

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here