So sah es beim großen Klimastreik im September 2019 aus. Foto: Wolfgang Teipel/Archiv

Lüdenscheid. Die Partei “Die Linke” ruft zur Teilnahme am weltweiten Klimastreik am 24. September auf. Wer die Aktion unterstützen will, sollte sich ab 14 Uhr auf dem Sternplatz einfinden. Die Linke will mit der Bewegung Fridays for Future auf die Straße gehen und fordert: “Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das
1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können.”

Sie kritisiert: “Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert. Doch mit der Bundestagswahl können wir das ändern: Wenn wir erneut die Straßen füllen, machen wir gemeinsam Klima zum zentralen Thema der Wahl – und stimmen am 26. September für konsequenten Klimaschutz.”



Im Aufruf heißt es weiter: “Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss die Freiheit zukünftiger Generationen schützen und die Lösung der Klimakrise als riesige Gelegenheit begreifen, unsere Gesellschaft moderner, demokratischer und gerechter aufzustellen – für Millionen gute Jobs und ein besseres Leben für alle.”

Die Linke listet eine Reihe von Forderungen an dieKünftige Bundesregierung. Danach soll der Kohleausstieg bis spätestens spätestens 2030 erfolgen.

Die Erneuerbaren Energien sollen auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 natur- und sozialverträglich ausgebaut werden. Die neue Regierung müsse Maßnahmen zur Energieeinsparung ergreifen und in Alternativen zu fossilem Gas, wie zum Beispiel grünen Wasserstoff, investieren.

Außerdem soll sie in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und in die Fahrradinfrastruktur investieren, alle neuen Autobahnprojekte stoppen und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der
Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegen.

Ferner verlangt Die Linke den Einsatz für eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft mit fairen Preisen für Erzeuger*innen sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung. Die neue Regierung müsse zudem die Agrarsubventionen überwiegend an ökologische Leistungen knüpfen.

Weiter müsse jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft eingeleitet und in klimafreundliche Technologien und Prozesse investiert werden, statt weiter klimaschädliche Wirtschaftszweige zu subventionieren.

Die neue Regierung müsse für gute Löhne sorgen und einen solidarischen Sozialstaat schafften, damit Strom, Wohnen,
Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar seien.

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