Im Juli 2021 radelten "Critil Mass"-Teilenehmerinnen und -teilnehmer durch Wetter. Foto: Martin Donat

Lüdenscheid. Explodierende Spritpreise, Verkehrsinfarkt und Klimawandel – täglich prasseln unzählige unschöne Nachrichten auf uns ein. Dabei gibt es für viele Probleme eine einfache Lösung: das Fahrrad. Pünktlich zum Globalen Klimastreik von Fridays for Future rollen am kommenden Freitag wieder zahlreiche FahrradfahrerInnen über die Lüdenscheider Straßen, um auf das Fahrrad als Problemlöser hinzuweisen und um sich für die eigenen Rechte im Straßenverkehr einzusetzen.

Die Critical Mass Lüdenscheid („Critical Mass“ zu Deutsch: die „kritische Masse“) ist Teil einer weltweiten Bewegung, bei der sich mehrere RadfahrerInnen unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen.

Umweltfreundliche Mobilität

Dabei möchte man vor allem auf die Rechte der RadfahrerInnen, auf eine umweltfreundliche Mobilität und auf die Gefahren durch den motorisierten Individualverkehraufmerksam hinweisen. Kurz gesagt: Die Critical Mass steht für ein sicheres, fahrradfreundliches Lüdenscheid für uns und unsere Kinder.

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Bei einer Critical Mass nehmen die RadfahrerInnen eine Fahrbahn im „geschlossenen Verband“ für sich in Anspruch, um darauf aufmerksam zu machen, dass auch sie ein Teil des Verkehrs sind. Die Grundlage für einen solchen geschlossenen Verband liefert die Straßenberkehrsordnung, die besagt, dass Gruppen, die aus mehr als 15 RadlerInnen (eben die „Kritische Masse“) bestehen, auf der Fahrbahn nebeneinander fahren dürfen und nicht einen eventuell vorhandenen Radweg benutzen müssen. Für einen kurzen Moment stören die TeilnehmerInnen auf diese Weise ganz bewusst ein wenig den Verkehrsfluss – und betätigen dabei friedlich und fröhlich ihre Fahrradklingeln. 

Fahrrad für kurze Fahrten

Obwohl die Critical Mass nicht politisch ist und sich vor allem über das gemeinsame Interesse am Radfahren definiert, gewinnt das Fahrrad als Fortbewegungsmittel angesichts des Weltgeschehens mmer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung. Ganz aktuell erregt das Thema „Spritpreis-Eplosion“ die Gemüter. Das Fahrrad benötigt kein Benzin und macht unabhängig von dessen Preisentwicklung und Herkunftsländern. Allein das ist schon ein guter Grund, insbesondere für kurze Fahrten durch die Stadt das Fahrrad zu benutzen. Doch auch auf vielen anderen Ebenen ist das Fahrrad einfach genial, davon sind zumindest die TeilnehmerInnen der Critical Mass Lüdenscheid überzeugt: Radfahren ist gut für die Gesundheit, stärkt das Immunsystem, hilft beim Abnehmen, erspart die zeitaufwändige Parkplatzsuche, ist gut für die Umwelt und fürs Portmonee – und es macht einfach glücklich.

Treffen am Breitenfeld 3

Wer mitfahren möchte, kann das am kommenden Freitag, 25. März 2022, tun: Die erste Lüdenscheider Critical Mass des Jahres beginnt um 18 Uhr, Treffpunkt ist am Breitenfeld 3 in Lüdenscheid. Von dort aus radeln die TeilnehmerInnen in gemütlichem Tempo Richtung Christuskirche, über die Weststraße und Hochstraße bis zum Bräuckenkreuz. Der Rückweg führt über den Sternplatz, die Friedrichstraße, Bahnhofstraße und Heedfelderstrasse bis zum Kreishaus. 

Aktuelle Informationen gibt es auf der Facebookseite der „Critical Mass Lüdenscheid“.

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