Die erste Veranstaltung zum Antikriegstag findet am 2. September an der Kriegsgedenkstätte Hühnersiepen statt. Foto: TACH!-Archiv/Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Am Antikriegstag gedenken die Gewerkschaften des Grauens und des unermesslichen Leids der beiden Weltkriege, die über 80 Millionen Tote gefordert haben. Jährlich erinnern sie am 1. September daran, dass es dieser Tag war, an dem Nazi-Deutschland mit seinem Überfall auf Polen 1939 den Zweiten Weltkrieg entfacht hat. Gerade in diesem Jahr haben wir besonderen Anlass, den Antikriegstag als Tag des Mahnens vor den zerstörerischen Folgen von besinnungslosem Nationalismus und Faschismus zu begehen. Denn 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal.

Friedensappell von Falk Mikosch

Vor diesem Hintergrund laden am Sonntag, 2. September, der Deutsche Gewerkschaftsbund im Märkischen Kreis und die Friedensgruppe Lüdenscheid zum Friedensappell an der Kriegsgedenkstätte Hühnersiepen ein. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Parkplatz hinter der Brücke, die in Piepersloh über die Autobahn führt. Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr. Den Friedensappell wird Falk Mikosch halten, Landessprecher VVN-BdA NRW. Begleitet wird die Veranstaltung außerdem durch den Musiker und Songwriter Tlako Mokgadi.

Filmabend im Kulturhaus

Am Dienstag, 4. September, laden Gewerkschafter und Friedensgruppe zum gemeinsamen Filmabend in das Kulturhaus Lüdenscheid ein. „Der letzte Jolly Boy“ ist ein dokumentarisches Roadmovie mit dem 94-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum. Als einziger seiner großen Familie überlebte er die Ghettozeit in Bedzin bzw. die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen sowie den berüchtigten Todesmarsch nach Schwerin. Dort wurde er im April 1945 von amerikanischen Soldaten befreit. Zum Titel des Films – Leon Schwarzbaum war mit drei anderen Jungs in seiner Jugend Sänger der “Jolly Boys”. Der Film gewann den DGB-Filmpreis 2018 für sozial engagierte Filme.

Veranstaltungsort ist mit Einlass um 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr der Violette Saal im Kulturhaus Lüdenscheid. Der Eintritt ist frei.

Bei beiden Veranstaltungen liegen Unterschriftenlisten für die Kampagne „Abrüsten statt aufrüsten“ aus, die sich gegen das Ziel der NATO richtet, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes für Rüstung auszugeben.

Mehr Informationen unter: https://abruesten.jetzt/

 

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