Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die AfD fordert mit ihrer Veranstaltung am Dienstag, 5. September, im Kulturhaus Protest heraus. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft zu einer Kundgebung um Kulturhausgarten auf. In dem Aufruf von DGB-Vorsitzenden Bernd Schildknecht heißt es:

„Wir haben zur Kenntnis bekommen, dass die AfD am kommenden Dienstagabend eine Wahlkampfveranstaltung in Lüdenscheid durchführen will. Wir als organisierte Arbeitnehmerschaft im Märkischen Kreis wollen das nicht unbeantwortet lassen. Deswegen rufen wir zusammen mit unserem bewährten Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Vereinen und Parteien für Dienstag ab 18 Uhr zu einer Kundgebung im Kulturhausgarten an der Sauerfelder Straße in Lüdenscheid auf.

Die Spitzenkandidaten der AfD wollen uns diktieren, wer unser „Nachbar“ (Gauland über Boateng) sein darf oder nicht, wer „entsorgt“ gehört und unser demokratisches Gemeinwesen zur Verhandlungssache wird. Darum ist die AfD auch keine normale Partei. Für uns Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind Frieden, Toleranz und Mitbestimmung in allen Lebensbereichen Grundpfeiler unserer Demokratie. Dafür müssen wir werben. Wenn wir das nicht gemeinsam tun, das zeigt die Geschichte, werden die Feinde der Demokratie die Tagesordnung von uns allen bestimmen.

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Bitte sprecht in Euren Betrieben über die Kundgebung und ermuntert die Menschen, sich stark zu machen für unsere Demokratie. Ohne Menschen, die unsere Demokratie schützen und stark machen, ist sie nämlich nichts wert. Mobilisiert Eure Familien, Freunde und Bekannte. Wir wollen die Rasenfläche vor dem Lüdenscheider Kulturhaus komplett füllen. Nun ist es an Euch und uns.“

1 KOMMENTAR

  1. Es ist mittlerweile hinreichend bewiesen, dass die Aussage von Gauland so nie gefallen ist (z. B. https://rheinneckarblog.de/02/die-causa-nachbar/104372.html ). Dass sich diese Fake-News so hartnäckig hält, liegt vor allen Dingen auch an denen, die ein Interesse daran haben, in dieses Horn zu stoßen. Der Begriff der „Entsorgung“ ist sicherlich äußerst grenzwertig, jedoch wird er sowohl von anderen Politikern (z. B. Linken-Politiker Sandro Smolka, SPD-Politiker Johannes Kahrs) benutzt und findet sich regelmäßig in politischen Beiträgen von renommierten Zeitungen (z. B. Süddeutsche, Wall Street Journal). Das sollte man entweder ebenso anprangern, oder es als allgemeinen politischen Sprachgebrauch ignorieren. Es wäre dann natürlich kein „Skandal“ mehr, den man ausschlachten könnte.

    Wenn Herr Schildknecht insbesondere davon spricht, dass er als Gewerkschafter Wert auf Mitbestimmung legt, hat er vermutlich einfach vergessen, dass es insbesondere die SPD und die CDU waren, die die Rechte von Gewerkschaften kürzlich mit dem Tarifeinheitsgesetz massiv eingeschränkt haben.

    Der DGB vergisst zudem an dieser Stelle auch, dass nicht wenige (ehemalige SPD-Mitlgieder/-Wähler) aus nachvollziehbaren Gründen die AfD unterstützen, gleichzeitig aber weiterhin Mitglied einer Gewerkschaft sind. Ich bin gespannt, wem hier ein Bärendienst erwiesen wird. Der Demokratie sicherlich.

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