Bild: IG BAU | Tobias Seifert

Märkischer Kreis. LohnPlus für Reinigungskräfte: Die 3.760 Menschen, die im Märkischen Kreis in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen deutlich mehr Geld. Der Einstiegsverdienst in der Branche klettert zum Oktober auf 13 Euro pro Stunde 12,6 Prozent mehr als bislang.

Beschäftigte in der Glas und Fassadenreinigung kommen jetzt auf einen Stundenlohn von
16,20 Euro (plus 9,4 Prozent). Das teilt die Industriegewerkschaft BauenAgrarUmwelt
(IG BAU) mit.
„Wer Schulen und Büros putzt oder für Hygiene im Krankenhaus und Altenheim sorgt, macht einen unverzichtbaren Job. Dafür gibt es nun eine wichtige Anerkennung. Mit dem kräftigen Einkommensplus haben die Beschäftigten auch in Zeiten hoher Inflation de facto mehr Geld in der Tasche und verdienen deutlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, der im Oktober auf zwölf Euro pro Stunde gestiegen ist“, sagt Friedhelm Kreft.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen MitteSüd appelliert an alle Reinigungskräfte
in der Region, ihre nächste Lohnabrechnung zu prüfen. Denn die Löhne sind bei
ungelernten Kräften ebenso wie bei Fachleuten in der Glas und Fassadenreinigung für
die Betriebe verpflichtend. „Jede Reinigungsfirma muss sich an die neuen Standards
halten. Niemand darf weniger als 13 Euro pro Stunde verdienen. Wer trotzdem zu wenig
bekommt, sollte sich an die IG BAU wenden“, rät Kreft.

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Nach dem Tarifvertrag, den Gewerkschaft und Arbeitgeber ausgehandelt haben, steigen
die Einkommen im Januar 2024 erneut. Der unterste Stundenlohn liegt dann bei
13,50 Euro. In der Glas und Fassadenreinigung werden künftig 16,70 Euro pro Stunde
gezahlt. Außerdem profitiert der Nachwuchs: Die AzubiLöhne erhöhen sich bis 2024 auf
900 Euro im ersten, 1.035 Euro im zweiten und 1.200 Euro im dritten Ausbildungsjahr.