Die Ausstellung mit Karikaturen von Ludwig Erhard ist noch bis zum 30. November zu sehen. Foto: Volksbank

Lüdenscheid. Am Donnerstagabend wurde im Foyer der Lüdenscheider Hauptstelle der Volksbank in Südwestfalen eG die Karikaturenausstellung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) „Ludwig Erhard: Ein Leben für Wachstum und Wohlstand im Spiegel der zeitgenössischen Karikatur“ eröffnet. Mehr als 50 Karikaturen über den Vater des „Wirtschaftswunders“ können in der Volksbank noch bis zum 30. November in Lüdenscheid bewundert werden.

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Wirtschaftswunder untrennbar mit Erhard verbunden

Das deutsche „Wirtschaftswunder“ ist untrennbar mit dem Namen Ludwig Erhard verbunden. Steht er doch wie kaum ein anderer für den Glauben an eine bessere Zukunft nach dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1949 bis 1963 war Erhard unter Bundeskanzler Adenauer Wirtschaftsminister und im Anschluss daran bis 1966 selbst Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Unverkennbares Markenzeichen Erhards war die rauchende Zigarre – sie wurde zu dieser Zeit gemeinhin auch als Symbol für den aufkommenden Wohlstand im Land gesehen.

Zum ersten Mal werden Karikaturen aus verschiedenen Epochen rund um Ludwig Erhard in einer Ausstellung gezeigt. Die Zeichnungen wandern seit 2017 in Form einer Roadshow durch ganz Deutschland und machen nun Halt in Lüdenscheid.

50 Zeichnungen

Veranstalter sind die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) aus Berlin, der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid e.V. sowie die Volksbank in Südwestfalen eG.

Roland Krebs: “Ein humorvolles Schlaglicht”. Foto: Volksbank

„Die rund 50 Zeichnungen werfen ein humorvolles Schlaglicht auf den Vater der sozialen Marktwirtschaft“, sagt Volksbank-Vorstand Roland Krebs zur Eröffnung der Ausstellung, die noch bis zum 30. November im Foyer der Volksbank in Lüdenscheid zu sehen ist. „Wie kaum ein anderer hat Erhard die Wirtschaft der noch jungen Bundesrepublik geprägt. Er machte die soziale Marktwirtschaft zur neuen Maxime und seine weitreichenden Reformen bildeten den Grundstein für das deutsche Wirtschaftswunder“, so Krebs. Erhards Motto „So wenig Staat wie möglich, so viel Soziales wie nötig“ sei auch noch heute ebenso aktuell wie damals.

Krebs: „Genossenschaften, wie die Volksbank, sind natürliche Verbündete der sozialen Marktwirtschaft.“ Das genossenschaftliche Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe beruhe eben auf der Eigenverantwortung, beinhalte aber auch gleichermaßen die Solidarität mit anderen. „Die genossenschaftlichen Werte wie Eigenverantwortung, Selbsthilfe, Selbstverwaltung und die freiwillige Zusammenarbeit sind ebenfalls Teil der sozialen Marktwirtschaft“, so Krebs.

Nach der Begrüßung durch Volksbank-Vorstand Roland Krebs und Stephan Einenckel, Leiter Public Affairs der INSM, hielt Jürgen Matthes, seines Zeichens Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V., einen Vortrag mit dem Titel „Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft: Die deutsche Exportwirtschaft in bewegten Zeiten“.

Nach den offiziellen Programmpunkten des Abends konnten sich die Besucher ganz den humorvollen Karikaturen widmen und die entspannte Umgebung für den Austausch zu aktuellen Themen nutzen. Wer wollte, konnte sich auch von Live-Karikaturist Arnd Hawlina in Szene setzen lassen.

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