Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski und Landrat Thomas Gemke stöbern in der neuen Ausgabe "Der Märker". Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) „Das Ruhrtal und das untere Lennetal, dieser Landstrich zwischen Hohenlimburg und der Lennemündung in die Ruhr unterhalb der Hohensyburg, galt vor der Industrialisierung als ‚Das Paradies Westphalens‘“. Das schreibt Landrat Thomas Gemke in seinem Vorwort der neuesten Ausgabe „Der Märker“, Landeskundliche Zeitschrift für den Bereich der ehemaligen Grafschaft Mark und den Märkischen Kreis.

Die Region wurde wegen ihrer landschaftlichen Schönheiten bewundert und weil hier die Wiege der Industrialisierung stand Darüber geben lesenswerten Aufsätze einen guten Überblick.

Das Herz der Drahtindustrie

An den Bächen und Flüssen im Märkischen Sauerland und Bergischen Land trieb die Wasserkraft zahlreiche kleine Drahtrollen, Schleifkotten und Hammerwerke an. Gepaart mit dem Fleiß der arbeitenden Menschen schlug hier das Herz der Drahtindustrie. Davon kann sich jeder im Deutschen Drahtmuseum in Altena und auf den „Eisenstraßen in Südwestfalen“ überzeugen.

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Sieben Autoren leisteten mit ihren Aufsätzen Beiträge für die neueste, 160 Seiten umfassende „Märker“-Ausgabe, die wieder unter der Schriftleitung von Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski entstand. „Dahle und Neuenrade. Eine Beziehung im Wandel der Jahrhunderte“ betitelte Prof. Dr. Dieter Stievermann seinen Beitrag. Dr. Rolf Dieter Kohl beschreibt „Das Bürgermeister-Deupmann-Haus in Neuenrade und seine Geschichte“. Mit dem „Leben und Werk des Fabrikenkommissars Friedrich August Alexander Eversmann“ befasst sich Hans-Hermann Stopsack in seinem Aufsatz, Hans Ludwig Knau lädt ein zur Erkundung der „Eisenstraßen in Südwestfalen“.

Das Paradies – ein Erinnerungsort?

Dr. Gerd Dethlefs schreibt zum Thema „Das Paradies Westfalens – ein Erinnerungsort? Das untere Lennetal als romantische Landschaft und der Aussichtsturm der Hohensyburg“. Dr. Maria Perrefort gibt Einblicke unter dem Thema „Leben in der Fremde. Polnische Zuwanderung in der Region Hamm“ und Dr. des. Christian Zumbrägel macht sich Gedanken über „Die Grüne Kohle. Standortfaktor und ökonomisches Rückgrat des südwestfälischen Gewerbelebens (1800 – 2015“. Komplettiert wird die neueste Ausgabe „Der Märker“ durch einige Buchbesprechungen.

Der Märker“ erscheint einmal jährlich, kostet zehn Euro plus 2,50 Euro Porto und ist erhältlich beim Kreisarchiv des Märkischen Kreises, Bismarckstraße 15, 58762 Altena, E-Mail: archivundbibliothek@maerkischer-kreis.de, Telefon: 02352/966-7055, sowie demnächst in den Bürgerbüros des Märkischen Kreises im Kreishaus Lüdenscheid und am Griesenbrauck in Iserlohn sowie und im örtlichen Buchhandel. Weitere Informationen unter www.maerkischer-kreis.de., Stichwort: Der Märker.

 

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