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Am Dienstag wurde der Lüd-O-Mat in der Stadtbücherei vorgestellt. Hier wird die rote Säule in den nächsten zwei Wochen stehen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Lüdenscheid hat seit heute seinen eigenen Wahl-O-Mat. Er heißt Lüd-O-Mat und soll für Orientierungshilfe bei der Kommunalwahl am 13. September dienen. Er wurde unter Federführung des Stadtjugendrings von Valentin Schnippering und Till Sanders kreiert. In der mobilen Station und der entsprechenden Internetseite www.sjr-luedenscheid.de/luedomat steckt jede Menge Arbeit. Sie soll sich lohnen. „Wir hoffen, dass der Lüd-O-Mat zu einer hohen Wahlbeteiligung führt und so die Demokratie stärkt“, sagt Valentin Schnippering.

Der junge Mann absolviert zurzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Stadtjugendring. Im Januar hatte er die Idee. Sie wurde mit der Unterstützung des Büroteams, des Vorstands und zahlreicher Lüdenscheider Interessengruppen in die Tat umgesetzt.

Information für Wähler

„Bei der Europawahl, der Bundestagswahl und den Landtagswahlen werden Wahl-O-Maten zur Information der Wähler eingesetzt“, sagte er am Dienstag bei der Vorstellung des Projektes. „Bei den Kommunalwahlen bisher nicht.“ Das soll der Lüd-O-Mat ändern.



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25 Thesen und die Positonen der Parteien

Anhand von 25 kurzgefassten Thesen können Interessenten ermitteln, mit welcher der sieben Parteien, die sich am Projekt beteiligt haben, die größte Übereinstimmung besteht. Dabei geht es unter anderem um den Stellewert des Schuldenabbaus in Lüdenscheid, die Unterstützung des Bautz-Festivals, die Herabsetzung des Mindestwahlalters oder die stärkere Überwachung öffentlicher Plätze mit Videokameras und vieles mehr.

Zunächst wurde 45 Thesen entwickelt, die die Parteien mit Ja, Nein, Neutral beantworten und dazu eine kurze Begründung schreiben sollten. Die Thesen wurden von SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke AfL und ÖDP beantwortet. Die Positionen wurden anschließend nach Meinungsdifferenzen gefiltert. Zu Schluss blieben 25 Thesen übrigen, bei denen die befragten Parteien unterschiedliche Positionen beziehen.

Für die technische Umsetzung war Till Sanders zuständig. Der Mediengestalter war einige Jahre im Vorstand des Stadtjugendrings tätig. Er hat sich als Open Source Aktivist bereit erklärt, ehrenamtlich die Programmierung des Lüd-O-Mats zu übernehmen.

Antworten der Parteien übernommen

Die im Programm gelistete Reihenfolge orientiert sich, ebenso wie beim original Wahl-O-Mat, am Ergebnis der letzten Kommunalwahl. Die Antworten der Parteien wurden ohne redaktionelle Bearbeitung übernommen. Die Kurzbeschreibungen der Parteien sowie die Logos stammen ebenfalls von den Parteien und wurden nicht bearbeitet.

Der Stadtjugendring legt Wert auf die Feststellung, dass der Lüd-O-Mat eine Wahlempfehlung ist, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik darstellt.

Mobile Station in der Stadtbücherei und in Jugendtreffs

„Ein tolles Tool, insbesondere für junge Leute“, sparten die Parteienvertreter gestern nicht mit Komplimenten. Neben der Variante im Internet unter www.sjr-luedenscheid.de/luedomat wurde eine mobilen Station angefertigt. Auf dem Bildschirm der knallroten Säule können in den nächsten zwei Wochen Besucher der Stadtbücherei überprüfen, welche Partei ihnen am nächsten steht. Dann geht der Lüd-O-Mat auf die Reise. Nach aktuellem Stand wird er für jeweils ein bis zwei Wochen in der CVJM KJFS „Audreys“, dem CVJM-Jugendheim Mathildenstraße und dem Jugendtreff Stern Center stehen.

Der mobile Lüd-O-Mat wird gefördert durch den Landesjugendring NRW sowie durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

 

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