Gemeinsam mit Regionalbeiratsmitglied Erika Schmidt-Boncek überreichte Volksbank Teamleiter Detlef Klinge den symbolischen Spendencheck an Karin Florath (KiTa St. Laurentius) sowie an Magdalena Luckner (Pfarrerei St. Laurentius Plettenberg)

Plettenberg. Der Friedhof Hirtenböhl soll zu einem Ort des Lebens und der Begegnung werden. Bei ihrem Vorhaben werden die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius und der Ev. Friedhofsverband Lüdenscheid-Plettenberg von dem Volksbank-Regionalbeirat mit 1.500 Euro unterstützt. Gemeinsam mit Volksbank-Teilmarktleiter Detlef Klinke überreichte am 26. Oktober Regionalbeiratsmitglied Erika Schmidt-Boncek den symbolischen Scheck an Karin Florath von der Kita St. Laurentius und Magdalena Luckner von der Pfarrei St. Laurentius Plettenberg.

Die Trauerkultur im Wandel

Die Friedhöfe der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius Plettenberg und des ev. Friedhofverbands Lüdenscheid-Plettenberg tragen beide den Namen Hirtenböhl und liegen direkt nebeneinander. Seit einiger Zeit versuchen die Gemeindemitglieder der beiden Friedhöfe gemeinsam einen Ort der Begegnung und des Lebens zu schaffen. „In den letzten Jahren hat sich die Trauerkultur gewandelt und der Friedhof ist zu einem Ort der Begegnung, des Zusammenkommens und selbstverständlich zum Erinnern geworden“, erklärt Regionalbeiratsmitglied Erika Schmidt-Boncek. Für die noch fehlenden finanziellen Mittel sei Herr Bäumer, der mit Ehrenamtlichen die Friedhofsaktion macht, auf sie zugekommen.

Der Friedhof als Ort der Begegnung

Nun befinden sich in der Mitte des Friedhofs drei, in einem Beet eingefasste, neue Sitzbänke, an denen die Besucher des Friedhofs sich gemeinsam austauschen oder ihren Erinnerungen nachgehen können. Über den Friedhof verteilt befinden sich vereinzelt drei weitere Sitzgelegenheiten. „Die Bänke wurden auch schon sehr gut angenommen“, berichtet Magdalena Lugner von der Resonanz der Friedhofbesucher.

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Vorschulkinder kümmern sich um die Bepflanzung

Die Vorschulkinder der Kita St. Laurentius haben bereits mit der

Die Kinder der KiTa St. Laurentius kümmern sich um die Bepflanzung des Beets. Bild: Viola Schütz

Bepflanzung des Beetes begonnen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern und ihren Eltern kümmern sie sich um die Pflege des Beetes. „Wir haben Pflanzen ausgewählt, die auch bei steigenden Temperaturen wachsen und auch zum Teil in der Bibel erwähnt werden“, berichtet Erika Schmidt-Boncek.

„Wir gehen regelmäßig mit den Kindern über den Friedhof, wenn wir unterwegs zum Buchenwäldchen sind, deshalb ist der Friedhof für die Kinder auch präsent. Jetzt ist es schön, dass auf dem Weg noch Bänke sind, dann kann man hier natürlich auch mal eine Pause einlegen“, freut sich Karin Florath.

Bild: Viola Schütz

Neue Beerdigungsformen

Da auch viele Friedhofsbesucher mit dem Fahrrad zum Friedhof gelangen, wurde neben den Parkplatz ein Fahrradständer aufgestellt. „Der neue Teil des Friedhofs wird langfristig renaturiert, weil die Anzahl der Beerdigungen zurück geht und auch die Beerdigungsformen sich verändert haben“, berichtet das Regionalbeitratsmitglied. Da Urnenbestattungen weniger Platz benötigen, wird ein Teil des Geldes langfristig für die Renaturierung des oberen Friedhofabschnittes vorgesehen.

„Gemeinsam mit Ehrenamtlichen haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem wir uns über neue Beerdigungsformen Gedanken machen“, erzählt Magdalena Lugner.