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Markus Hacke, Vorstandssprecher der Sparkasse Lüdenscheid, zeichnete am Freitagabend Preisträger David Semper aus. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Ausgewählt aus 144 Bewerbungen: Der in Neuss lebende und aus Wuppertal stammende Künstler David Semper ist Träger des Ida-Gerhardi-Förderpreises 2019. Der von der Sparkasse Lüdenscheid vergebene Preis ist mit 5000 Euro und weiteren 3000 Euro für eine Editionsarbeit dotiert. Zusammen mit sieben weiteren Künstlern stellt David Semper seine eigenwilligen Werke noch bis zum 15. September und der Städtischen Galerie aus.

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Beherrscht eine komplette Wand im Forum der Galerie: ein Werk ohne Titel von Sumi Kim. Foto: Wolfgang Teipel

Werbung für mehr Mäzenatentum

Schätzungsweise 200 Gäste verliehen der Preisverleihung am Freitagabend (14. Juni) einen würdigen Rahmen. Bürgermeister Dieter Dzewas nutzte sein Grußwort, um für mehr Mäzenatentum in der Bergstadt zu werben. „Die Arbeit der Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL) sollte auf eine breitere finanzielle Basis gestellt werden“, appellierte der Rathauschef an alle, die Kunstwerke und/oder Kunstverstand besitzen.

Die “Rosa nomadisierende Waschmaschine” von Samuel Treindl wurde auf der Damentoilette der Galerie anschlossen. Foto: Wolfgang Teipel

Kunstsammler Klaus Crummenerl, der große Teile seiner Sammlung in die Kunststiftung Lüdenscheid eingebracht hat, konterte: „Private Initiativen können immer nur eine Ergänzung sein. Die Stadt muss vorangehen.“



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Crummenerl führte die Gäste der Preisverleihung in die Ausstellung ein und erinnerte an Claudia Terstappen(1990) und Brigitte Driller (1991). Sie waren die ersten Trägerinnen des Ida-Gerhardi-Preises. Ihre Laufbahn hätte unterschiedlicher nicht sein können. „Claudia Terstappen ist heute eine international renommierte Fotografin. Sie lebt und arbeitet in Australien“, berichtete Klaus Crummenerl. Brigitte Driller spiele seit ihrem Wegzug aus Lüdenscheid nach seiner Kenntnis auf der Kunstszene keine Rolle mehr.

Acht unterschiedliche Positionen

“Habitat Shield”: ein luftiges Gebilde, angesiedelt zwischen Kunst und formalen Wissenschaften, von Felicitas Rohden. Foto: Wolfgang Teipel

So unterschiedlich die Positionen der acht Künstler in der aktuellen Ausstellung auch seien, irgendwie wirke sie doch wie aus einem Guss, erklärte Klaus Crummenerl. Die meisten Objekte erzählten eine Geschichte und böten ein ästhetisches Erlebnis, das auch ohne Vorwissen genossen werden könne.

Neben den Werken von David Semper sind in der Ausstellung Objekte und Bilder von Matthias Lars Anders, Sumi Kim, Charlotte Perrin, Felicitas Roden, Samuel Treindl, Tristan Leander Wilcek und Inga Krüger zu sehen.

Inga Krüger während ihrer Performance. Foto: Wolfgang Teipel

Inga Krüger stammt aus Iserlohn. Sie überraschte die Besucher beim Rundgang durch die Ausstellung mit einer Performance, in der sie die Geschichte Lüdenscheids und den Ausstellungsort mit eigenwilligen Assoziationen vermischte. Den Schlusspunkt setzte Inga Krüger mit einem sich auf der Leinwand drehenden Kreis, gebildet aus den Namen der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.

Mehr zur Namensgeberin des Förderpreises unter http://lichtstadt-luedenscheid.de/2013/10/14/ida-gerhardi-eine-eigenwillige-frau/

 

 

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