Geschäftsführerin Barbara Teichmann (Mitte) führte der FDP-Landtagsabgeordneten Susanne Schneider bei deren Besuch den neuen Computertomographen im Radprax-Krankenhaus Plettenberg vor. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Es werde mehr Geld vom Land für die Krankenhäuser geben als bisher. Das stellte Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, jetzt bei einem Besuch im Radprax-Krankenhaus Plettenberg in Aussicht. Krankenhaus-Geschäftsführerin Barbara Teichmann hatte die Landtagsabgeordnete in einem Brief auf die schwierige Situation kleiner Krankenhäuser wie das in Plettenberg hingewiesen und auf Lösungen gedrängt.

„So ein kleines Krankenhaus ist nicht mit Profit zu betreiben“, stellt Barbara Teichmann fest. Ziel von Radprax sei es aber, die sechsstelligen Verluste pro Jahr aus der Vergangenheit langsam abzubauen. „Dabei bestimmt aber die Medizin die Richtung, nicht die Ökonomie!“ Darin bestätigt sie Chefarzt Dr. Andrzej Ploch: „Die Qualität stimmt. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt.“ Das kleine Haus habe auch erhebliche Vorteile, z.B. die kurzen Kommunikationswege und eine Atmosphäre, in der sich Patienten gut aufgehoben und versorgt fühlten.

Susanne Schneider begrüßt den Weg, den Radprax als privater Betreiber einschlägt. Krankenhäuser wie das in Plettenberg hätten auf jeden Fall ihre Berechtigung und seien in nicht so dicht bevölkerten Gebieten notwendig. „Da sehe ich es eher kritisch, dass es im Umkreis von 30 Kilometern um Bochum-Wattenscheid 95 Krankenhäuser gibt.“

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Die FDP-Politikerin möchte die medizinische Grundversorgung im Nahbereich gesichert wissen. Darüber hinaus sollten benachbarte Krankenhäuser zusammenarbeiten und sich über spezielle Angebote untereinander abstimmen.

Dies werde in Plettenberg praktiziert, betonten Barbara Teichmann und Andrzej Ploch. So gibt es mit dem Klinikum Lüdenscheid Kooperationen. Die Plettenberger nutzen das Labor in Lüdenscheid und werden von der dortigen Klinikapotheke beliefert. Es besteht ein Weiterbildungsverbund. Im medizinischen Bereich werden z.B. Schlaganfallpatienten zunächst in Plettenberg stabilisiert, bevor sie nach Lüdenscheid zur weiteren Behandlung transportiert werden.

„Es wird vom Land mehr Geld geben“, stellte Susanne Schneider in Aussicht. Damit sollten vor allem solche Kooperationen unterstützt werden. „Um das Plettenberger Krankenhaus mache ich mir keine Sorge“, sagte sie. „Das wird gebraucht und von unserer Landesregierung daher auch unterstützt.“

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