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Stefan Regus, Wirt des "Ritter am Markt" (links) spendete im Namen seiner Darter (DVR I) Sachspenden in Höhe von 230 Euro an das Tierheim Dornbusch. Der 1. Vorsitzende Thomas Höllmann freute sich über Futter, Leckerlies und kleine Spielzeuge für seine Tiere. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid/Schalksmühle. Eine wirklich gute Idee hatte Kneipenwirt Stefan Regus zusammen mit seinen Dartern. Beim diesjährigen Oster-Dart-Turnier des DVR 1 (Dart Club Volmetal) im “Ritter am Markt”, wollten er und seine anwesenden Sportler etwas Gutes tun.

Große Tierliebhaber

Da ist richtig was zusammengekommen. Für 230 Euro kann man ordentlich einkaufen.

Das Startgeld von jeweils fünf Euro sollte einem guten Zweck zufließen. Welchem genau, dafür mussten sie nicht lange überlegen. Stefan Regus ist ein großer Tierliebhaber und hat selbst zwei verwaiste Katzen aufgenommen, von denen zumindest eine aus einer sehr schlechten Haltung kommt.

Und auch andere Mitglieder des DVR I haben Hunden und Katzen ein neues Zuhause gegeben, die allesamt aus dem Tierheim stammen.



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Sie fühlen sich daher besonders dem Tierheim Dornbusch verbunden. Da lag es nahe, das Tierheim in Hülscheid mit einer Spende zu unterstützen.

Etwas ganz Persönliches

Sanfte Riesen wie Jane (Mitte) haben es besonders schwer, vermittelt zu werden. Sie wurde auf einer Müllkippe in Rumänien gefunden und hat sich trotz ihrer schlechten Erfahrungen ein vertrauensvolles und sehr sanftes Wesen bewahrt. Ein echt liebes Mädchen.

Gesagt, getan. Das Startgeld wurde zusammengelegt. Und das ergab nach Zählung immerhin 155 Euro. Stefan Regus und einige seiner Gäste legten noch etwas drauf, so dass am Ende 230 Euro in der Spendenkasse beisammen waren. Der Ritterwirt wollte aber nicht einfach nur Geld im Tierheim abgeben.

Er wollte für die dortigen Schützlinge ganz persönlich etwas einkaufen. Und so wurden aus 230 Euro Futter für Katzen, Hunde und Kleintiere, Spielzeuge für die Tiere, Streu und andere Utensilien, die das Tierheim gut gebrauchen kann.

Ein Auto voller Leckereien

Thomas Höllmann ließ es sich nicht nehmen, Stefan Regus seine Anlage zu zeigen.

Am 9. Mai war es dann soweit. Mit einem Auto voller Leckereien fuhr Stefan Regus ins Tierheim Dornbusch, wo er bereits vom 1. Vorsitzenden Thomas Höllmann und seinem Stellvertreter Rolf Störmann erwartet wurde.

Die Freude über die Spende war groß und Thomas Höllmann ließ es sich nicht nehmen, Stefan Regus das Tierheim mit all seinen Schützlingen zu zeigen.

Warten auf einen liebevollen Menschen

Diana und Chilli. Auch sie sind zwei Findelkinder aus Rumänien und ganz besonders liebebedürftig. Man möchte sie eigentlich auf der Stelle adoptieren.

Eine sehr gepflegte Anlage, die besonders Tieren Zuflucht bietet, die irgendwo am Straßenrand in einem Pappkarton ausgesetzt wurden, Tieren, die aus verwahrloster Haltung stammen oder solchen, die aus Ländern wie Rumänien oder Bulgarien von den dortigen Tierschützern gerettet werden.

Immer, wenn wieder genug Platz ist im Tierheim Dornbusch, werden dann gerade solche Tiere nach Deutschland geholt und an liebevolle Hände weitervermittelt.

Im Moment sind einige neue Hunde auf der Anlage, die aus solchen Ländern nach Deutschland überführt wurden. Jane, Chilli oder Diana warten auf ein neues Herrchen oder Frauchen, das ihnen beweist, dass Menschen ihre Tiere wirklcih sehr lieben können, statt sie wie Müll im Abfall zu entsorgen.

Viel Engagement und Empathie

Eine der geretteten Katzen aus Altena. Ihr wurde besonders übel mitgespielt. Sie verlor dabei ein Ohr. Ihr sanftes Wesen machte sie zur besonderen Zielscheibe.

Das Tierheim hat jedoch auch verwahrloste Tiere aus schlechter Haltung direkt in der Nachbarschaft in seiner Obhut und bietet ihnen Unterschlupf.

So wurden in Altena 35 Katzen aus einer völlig verwahrlosten Wohnung gerettet, von denen einige nun im Tierheim Dornbusch leben. Man sieht ihnen das Trauma deutlich an. Tieraugen, die völlig verzweifelt blicken, Gesichter von Katzen, die so traurig sind, dass man sie sofort in den Arm nehmen möchte. Was nicht geht, da sie scheu sind und Menschen einfach noch nicht trauen.

Ihnen zu beweisen, dass das Leben auch für ein Tier wirklich schön sein kann, dazu treten die Mitarbeiter des Tierheims jeden Tag aufs neue voller Überzeugung und mit viel Emapthie für ihre Schützlinge, an. Wer einmal das Tierheim besucht hat, dem wird das Schicksal der Tiere ganz sicher tief zu Herzen gehen. Man möchte sie am liebsten alle mitnehmen und ihnen ein gutes Zuhause geben.

Gutes Werk

Es gibt immer etwas zu tun auf der Anlage. Hier sorgt ein neues Geländer dafür, dass alle sicher zu den jeweiligen Gehegen gelangen.

Stefan Regus und seine Darter haben mit ihrer Spenden jedenfalls an diesem Tag ein gutes Werk getan und den Verein damit aktiv unterstützt.

Die Mitarbeiter und ihre Tiere haben es verdient, dass man sie nicht nur wahrnimmt und ihre Arbeit wertschätzt, sondern ihnen auch hilft, sich weiterhin so engagiert, um ihre Tiere kümmern zu können.

Das Tierheim unterstützen

Wer sich angesprochen fühlt: Man kann den Verein gern mit einer Geld- oder Sachspende unterstützen. (weitere Informationen: www.tierheimdornbusch.de). Thomas Höllmann und seine Helfer freuen sich aber ebenso über ein ehrenamtliches Engagement. Helfende Hände sind immer willkommen und überaus geschätzt. Zudem kann man im Tierheim Dornbusch eine Ausbildung machen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Auch hier freuen sich die Mitarbeiter über entsprechendes Interesse.

Tierheim Dornbusch. Eine schöne und gepflegte Anlage, in der die Tiere erst einmal bestens aufgehoben sind. Doch erklärtes Ziel ist es, sie an liebevolle Menschen weiterzuvermitteln.

Wer einen Hund oder eine Katze sucht, kann sich die Tiere in einer Galerie auf der Webseite anschauen. Hier findet der Suchende auch entsprechende Informationen über das jeweilige Tier. Natürlich kann man auch gern einen Vorort-Termin ausmachen und sich die Tiere direkt anschauen.

Spendenbüchse auf dem Tresen

Ritterwirt Stefan Regus hat an diesem Tag gleich eine Spendenbüchse für das Tierheim mitgenommen. Die steht jetzt gut sichtbar auf seinem Tresen und ist hoffentlich bald bis obenhin gefüllt. Er und seine Darter haben sich vorgenommen, da weiterzumachen, wo sie jetzt begonnen haben, nämlich ihren Sport zu nutzen, um Gutes zu tun und die zu unterstützen, die sich nicht selbst helfen können. Und das sind vor allem vernachlässigte und gequälte Tiere, deren Schutz, als echte “Ritter” erklärtermaßen ihr Herz gehört.

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