Wer kennt ihn nicht? Reiner Hänsch wird mit seinem "Kleinen Programm" zugunsten des Lüdenscheider Hospizes im Dahlmann auftreten. Gemeinsam mit vielen anderen Künstlern. Foto: Klaus-Peter Kappest

Lüdenscheid. Am 11. November lädt die Gaststätte Dahlmann zu einem besonderen Event ein. Denn dann geht es um das Lüdenscheider Amalie-Sieveking-Hospiz. Mit insgesamt acht Plätzen für Sterbende und zwei Angehörigen-Zimmern bietet das Hospiz, das sich derzeit noch in der Sedanstraße befindet, seit über 30 Jahren todkranken Menschen eine letzte Zuflucht. Einen geschützten Ort, in dem sie in Ruhe und in Würde ihre letzten Tage und Stunden verbringen können. Umgeben von Menschen, die sie wertschätzend und liebevoll auf diesem schweren Weg begleiten.

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Diese Arbeit wird hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen. Und trotzdem werden Kosten für den sonstigen Aufwand des Hospizes nicht komplett von den Krankenkassen und Pflegediensten übernommen. Fünf Prozent des jährlichen Budgets muss das Hospiz selbst erwirtschaften.

Keine leichte Aufgabe

Plakat: Iris Kannenberg

Keine leichte Aufgabe. Denn diese fünf Prozent müssen durch Spenden finanziert werden. Sabine Große, die die Einrichtung leitet, ist in diesem Fall gemeinsam mit ihren Kollegen in der Verantwortung, diese Spenden zu akquirieren. Sie rufen Firmen an, Privatpersonen oder sie überlegen sich gemeinsam Aktionen, um das fehlende Budget aufzustocken. Nicht immer einfach, oft auch nervenaufreibend.

Jürgen Wigginghaus machte das betroffen. Er will helfen. Mit seiner Erfahrung als Eventmanager und Unterstützung seiner Lebensgefährtin Christiana Lange, die die stadtbekannte Gaststätte und Eventlocation Dahlmann bewirtschaftet. Warum nicht einfach dort etwas für das Hospiz tun? Der Platz und die Möglichkeiten sind gegeben.

Sieben Künstler und ein Chor

Jürgen Wigginghaus sprach mit den Mitarbeitern des Hospizes und dann mit Künstlern und Sponsoren. Alle waren gleichermaßen begeistert von der Idee. Das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Spontan erklärten sich sieben bekannte Künstler und ein Chor dazu bereit, für das Hospiz aufzutreten. Allen voran Reiner Hänsch, wohl allen Sauerländern bekannt als Buchautor, Sänger von ZOFF und Comedian mit eigener Radiosendung. Ihm verdankt das Sauerland seine Hymne. Sein Sauerland-Lied hat wohl jeder Lüdenscheider schon einmal kräftig mitgesungen.

Slam Poetry, Clowns und viel Musik

Daniel Scharf, Jugendrefent und Singer- / Songwriter wird mit seinen eigene Songs mit dabei sein. Foto: Iris Kannenberg

Auch kein Unbekannter in Lüdenscheid: Daniel Scharf, Jugendreferent der Evangelischen Kirche Oberrahmede und Singer-/Songwriter. Er wird eigene Songs performen und so das Hospiz unterstützen. Auch ihm war es wichtig, die wertvolle Arbeit des Hospizes mit Gitarre, Stimme und Herz zu unterstützen.

Ebenfalls mit dabei sind “Die Lünsche Rotnasen”, ein zauberhaftes Clown-Theater, der Sänger und Gitarrist Robin Stone, der sich mit gut interpretierten Cover-Songs einen Namen gemacht hat und der mehrfach ausgezeichnete Slam Poet und Buchautor Andreas Weber, der aus seinen Texten lesen wird .

Projektchor mit Matthias Ortmann

Matthias Ortmann leitet u.a. die Gospelchöre “The Albert Singers” und “Ton Art”. Foto: Iris Kannenberg

Freuen darf man sich zudem auf einen Gospelchor, der unter der Leitung von Matthias Ortmann für die richtige Stimmung sorgen wird. Für diesen Gospelchor haben sich Chorsänger und Sängerinnen aus verschiedenen Chören (Ton Art (Wetter) und Albert Singers (Halver-Oberbrügge) zusammengefunden, um gemeinsam für die gute Sache aufzutreten.

Moderieren wird den Nachmittag und Abend Thomas Wewers, der vielen Lüdenscheidern ebenfalls bestens bekannt sein dürfte. Er ist nicht nur staatlich anerkannter Erzieher, Heil- und Theaterpädagoge sowie Buchautor, sondern auch professionell ausgebildeter Clown an der Schule für Tanz und Theater (Tut) in Hannover.

Echtes Herzens-Anliegen

Andreas Weber wird aus seinen Texten lesen. Foto: Maike Brautmeier

Aktiv unterstützt wird die bunte Veranstaltung zudem von Sound of Centuries (Nicolas Leitgeb), der die Technik liefert und betreut und sich auch in den Vorbeitungen aktiv engagiert.

Und von den beiden World of Wordcraft-Gründern Anna-Lisa Konrad und Marian Heuser, die ganz Lüdenscheid erst vor kurzem mit den fulminanten NRW-Meisterschaften im Poetry Slam haben auf dem Kopf stehen lassen. Auch diese beiden waren sofort bereit, in die Veranstaltung zu investieren. “Solch eine Arbeit zu unterstützen ist uns ein echtes Herzens-Anliegen”, betonte Marian Heuser.

Ohne Sponsoren wäre das ganze eh nicht möglich. Lüdenscheider Firmen und die Sparkasse fördern die Aktion. Und die Künstler verzichten allesamt auf ihre Gagen und bringen sich für das Amalie-Sieveking-Hospiz ein, einfach, weil sie es für wichtig halten, diese Arbeit zu unterstützen.

Kultur pur

Sie freuen sich auf die Benefiz-Veranstaltung im Dahlmann: Nicolas Leitgeb, Inge Kunz, Matthias Ortmann, Sabine Große, Reiner Hänsch, Thomas Wewers, Iris Kannenberg und Jürgen Wigginghaus. Zusammen mit vielen anderen Künstlern, die an diesem Tag dabei sein werden. Foto: Jutta Ludewig

Am 11. November wird es im Dahlmann abwechslungsreich und trotz des ernsten Themas auch sehr lebendig. An diesem Nachmittag wird für jeden etwas dabei sein. Kultur pur. Künstler, Sponsoren und Gastgeber freuen sich schon auf viele Gäste, die Teil haben möchten an etwas wirklich Gutem.

Die Einnahmen aus dem Ticket-Verkauf gehen komplett an das Hospiz. Die Hospiz-Mitarbeiter werden zudem vor Ort sein. Man kann sie gerne ansprechen und ihnen Fragen zu ihrer Arbeit stellen. Aber natürlich darf man auch einfach nur feiern und sich über eine schöne Veranstaltung freuen.

Dahlmanns Kulturbeutel, Benefiz-Veranstaltung für das Lüdenscheider Hospiz, 11. November 2018, Saal der Gaststätte Dahlmann, Grubenstraße 18, Lüdenscheid. Einlass: 15.00 Uhr, Beginn 16.00 Uhr. Eintritt: Sitzplatz 15,00 Euro / Stehplatz 12,00 Euro. Vorverkaufsstellen: Dahlmann, Amalie-Sieveking-Hospiz und LN-Ticket-Shop. Der Ticket-Verkauf geht zu 100% an das Hospiz.

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