Scheckübergabe im Dahlmann. 1700 Euro kamen bei dem Benefit zu Gunsten des Lüdenscheider Hospizes am 11. November zusammen. v.l.n.r.: Jürgen Wigginghaus (Gaststätte Dahlmann), Sabine Große (Leiterin Hospiz Lüdenscheid), Inge Jochinzik (Mitarbeiterin Hospiz), Nicole Bölling (Sponsor Engel Apotheke), Thomas Meermann (Sponsor Sparkasse). Foto: Iris Kanneberg

Lüdenscheid. Jürgen Wigginghaus, Dahlmann-Wirt und bekannt für seine vielen Events, konnte dem Lüdenscheider Amalie-Sieveking-Hospiz in der letzten Woche stolz einen Scheck über insgesamt 1700 Euro übergeben. Eine ordentliche Summe, die bei dem Benefit “Dahlmanns Kulturbeutel” an einem einzigen Nachmittag zusammengekommen ist.

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Dafür traten nicht nur viele Künstler ohne Gage auf, sondern auch heimische Sponsoren ließen sich nicht lumpen und unterstützten den “Kulturbeutel” mit diversen Spenden zur Finanzierung von Essen, Plakaten, Flyern und Eintrittskarten.

Gute Resonanz

Viele Künstler machten mit. Hier das Plakat zum Benefit Event am 11. November 2018.

Hospiz-Leiterin Sabine Große freute sich sehr über die stattliche Summe und erzählte begeistert, wie gut die Resonanz des Publikums auf das Benefit auch nach der Veranstaltung gewesen sei. Viele Menschen seien auch später noch auf sie zu gekommen und hätten sie und ihre Mitarbeiterinnen noch einmal ganz persönlich angesprochen. Und sich für das schöne Event bedankt. “Ein traumhafter Nachmittag, den man nicht wieder vergisst” sei die durchgängige Meinung von Publikum und Hospiz-Mitarbeitern. Die drei Stunden wären tatsächlich im Flug vergangen.

Menschenwürdiges Sterben

Das so gesammelte Geld geht nun komplett an das neue Amalie-Sieveking-Hospiz in der Bonhöferstraße, das 2019 bezogen wird. Zur Information: Allein am Tag des Interviews gab es 34 todkranke Menschen auf der Warteliste des Hospizes, das mit maximal zehn Plätzen ausgestattet ist.

Da bleibt sterbenden Menschen und ihren Angehörigen einfach nur zu hoffen, dass Gesetzgeber und Krankenkassen endlich die Notwenigkeit dieses so wichtigen Dienstes begreifen und selbigen mit einer 100-Prozentigen Finanzierung anerkennen. Es versetzt immer wieder aufs neue in Erstaunen oder – besser gesagt – in Entsetzen, dass selbst für ein Sterben in Würde in diesem immer noch und nach wie vor steinreichen Land nicht genügend Geld vorhanden ist. Und dass Hospizmitarbeiter fünf Prozent des Jahresetats zur Abdeckung der anfallenden Kosten selbst über Spenden einwerben müssen.

Weitermachen

Es geht weiter. Dahlmanns Kulturbeutel 2019 steht bereits in den Startlöchern. Foto: Iris Kannenberg

Jürgen Wigginghaus will weitermachen.
Gemeinsam mit engagierten Sponsoren und der Hilfe begabter Künstler aus allen kulturellen Bereichen.

Was wohl in diesem Fall besonders passt, weil gerade Künstler nachvollziehen können, wie es ist, von den Institutionen mehr oder weniger im Stich gelassen zu werden und durch jedes gängige Raster zu fallen …

Dahlmanns Kulturbeutel 2019 steht jedenfalls bereits in den Startlöchern. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

 

 

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