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Foto: Esi Grünhagen/pixabay

Lüdenscheid/Halver/Südwestfalen. Leben, lernen und arbeiten an einem einzigen Ort. In vielen Familien liegen die Nerven blank. Die Corona-Krise hat Familien in eine schwierige Lage gebracht. Die Aussichten darauf, dass es für etwa zwei Drittel der Kinder lediglich eine stark eingeschränkte Rückkehr in ihre KiTa geben soll, ist für Eltern schwer erträglich. Für die Familien bedeutet das keine Entlastung. Zudem erscheint pädagogisch wenig sinnvoll. Wie soll man Kindern erklären, dass sie einmalig ihre Freundinnen und Freunde, Erzieherinnen und Erzieher sehen dürfen und dann wieder über Wochen nicht.

„Eine KiTa ist kein Bällebad! In der aktuellen politischen Diskussion um die Öffnung der Kindertagesstätten geht es uns zu wenig um Kinder und den Bildungsauftrag, den Kindertagesstätten haben“, sagt Kristian Hamm, Geschäftsführer der Sentiris gGmbH., die in Halver-Oberbrügge die Kindertagesstätte „Wunderland“ betreibt.

Kathrin Teipel arbeitet als pädagogische Fachkraft in dieser Einrichtung der Sentiris gGmbH. Sie ist Erzieherin, Mutter zweier kleiner Mädchen, Ehefrau, Tochter, Freundin, Schwiegertochter und, und, und . . .

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Sie fordert: „Kinder brauchen eine stärkere Lobby“ und appelliert an Eltern, Erzieher, Lehrer, Träger, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Minister, Verbände und Erwachsen: „Seid den Kindern ein Vorbild. Lasst sie nicht allein zurück.“

Kathrin Teipel hat einen offenen Brief an Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Verbänden verschickt, in dem sie anschaulich die Sorgen von Eltern, Erzieherinnen und Kinder schildert. Kinder, so Katrin Teipel, seien die absoluten Verlierer dieser Pandemie. „Sie sind all den Neuerungen und Regelungen ausgeliefert, ohne selbst Einfluss nehmen zu können. Sie befinden sich in einer Dauerwarteschleife. Sie warten auf uns und darauf, Oma, Opa und ihre Freunde endlich wiederzusehen. Sie warten darauf, wieder am Leben teilnehmen zu dürfen und nicht ausgeschlossen zu werden.“

Wie es ihr geht mit den drei Herzen in der Brust, als Mama, Erzieherin und jemand, der sich gut in die Lebenswelt von Kindern einfühlen kann, schildert sie in diesem Offenen Brief

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