Großformatige Werke im Forum der Galerie. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. (PSL) In der Galerie der Stadt Lüdenscheid wird seit 8. November die Ausstellung „Paul Wieghardt (1897-1969) – Coming and Going“ präsentiert. Die erste öffentliche Sonntagsführung, die Dr. Carolin Krüger-Bahr begleiten wird, findet am kommenden Sonntag, 17. November, um 15 Uhr statt. Der Eintritt konstet 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro) pro Person, zuzüglich 1 Euro für die Führung.

Paul Wieghardt, Selbstbildnis, 1928, Galerie der Stadt Lüden-scheid, Paul Wieghardt Stiftung; Foto: Rolf J. Rutzen, © Evanston Art Center, successor to the Estate of P. Wieghardt/VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Vor 50 Jahren verstarb der in Lüdenscheid geborene Paul Wieghardt in Wilmette bei Chicago. Dort hatten er und seine Ehefrau, eine Bildhauerin mit jüdischer Herkunft, ihren neuen Lebensmittelpunkt seit ihrer Emigration 1940 gefunden.

Figur, Farbe und Raum

Die Galerie nimmt dieses Erinnerungsjahr zum Anlass, die Entwicklung seines Kunstschaffens in einer umfangreichen Ausstellung zu zeigen. Die Orte Köln, Weimar, Dresden, Paris und Chicago, die Wieghardts Biografie bestimmten sollten, deuten die nachhaltigen künstlerischen Entwicklungslinien bereits an. Zum Leitmotiv seines malerischen und zeichnerischen Werkes wurde die Erkundung der Elemente von Figur, Farbe und Raum – wie sie die Malerei der Moderne neu befragte.

Breit gefächertes künstlerisches Gesamtwerk

Mit der großen Auswahl der gezeigten Arbeiten wird Wieghardts Ansatz nachvollziehbar, die menschliche Figur in einem zunehmend selbstständig werdenden Farbraum auf ganz individuelle Weise zu deuten. Es ist ein recht außergewöhnliches und sehr breit gefächertes künstlerisches Gesamtwerk, das der Lüdenscheider hinterlässt.

Zur Ausstellung wird am 5. Dezember ein wissenschaftlicher Katalog erscheinen, der das Werk Wieghardts in seinen unterschiedlichen Entwicklungsphasen vorstellt. Während der Ausstellungs-Laufzeit ist er in den Museen der Stadt zum Preis von 19,80 Euro erhältlich.

Gefördert wird die Präsentation maßgeblich von der LWL-Kulturstiftung und der Kunststiftung NRW. Möglich wurde die Ausstellung auch durch die Unterstützung der Sparkasse Lüdenscheid und des Fördervereins der Galerie, sowie durch die Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL) und zahlreiche private Förderer.

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