Das Vertrauen der Deutschen in Naturheilprodukte wächst stetig an. Viele Menschen wenden sich von chemischen Arzneimitteln ab, die häufig mit unangenehmen Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten oder gar Risiken einhergehen. Bereits seit Jahrhunderten hat sich die Heilkraft der Natur bestens bewährt – dies zeigt sich auch heute noch in vielen Bereichen. So ist Kamille als entzündungshemmend bekannt, Thymian hat eine schleimlösende Wirkung und Hopfen unterstützt eine Antibiotika-Therapie.

Jahrtausendealtes Heilmittel: die Hanfpflanze

Zu den ältesten kultivierten Gewächsen unserer Erde gehört die Hanfpflanze. Aus dem bedeutenden Rohstoff werden Kleidungsstücke, Segeltuch, Papier, Seile, Baustoffe und vieles mehr hergestellt. Hanfsamen zählten in China vor etwa 12.000 Jahren zu den Nahrungsmitteln. Darüber hinaus wurde die Nutzpflanze zur Linderung von Schmerzen bei Verletzungen verwendet. Sie fand immer mehr Verbreitung und gelangte im 19. Jahrhundert durch Christoph Kolumbus vom amerikanischen Kontinent nach Europa. Dort wurde sie zunächst als Rauschmittel eingesetzt und beispielsweise mit einer Wasserpfeife geraucht. Die Hanfpflanze enthält zwei wichtige Cannabinoide: CBD und THC. Während letzteres eine psychoaktive Wirkung auf uns hat, ist dies bei Cannabidiol (CBD) nicht der Fall.

Natürliches Heilmittel CBD

In Deutschland dürfen CBD-Produkte nicht mehr als einen THC-Anteil von 0,2 Prozent besitzen. Sie machen nicht high, haben jedoch zahlreiche positive Wirkungen auf Mensch und Tier. Am weitesten verbreitet ist CBD-Öl, das ebenso wie andere Mittel mit Cannabidiol, darunter Kristalle, Kapseln, Liquids, Blüten, Cremes etc. bei folgenden Gesundheitsbeschwerden helfen kann:

  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Entzündungen
  • Epilepsie
  • Hauterkrankungen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Migräne
  • Muskelkrämpfe
  • neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose)
  • Parkinson
  • Schlafstörungen
  • Unruhegefühle

Darüber hinaus wurden einige Studien zu CBD und Krebserkrankungen durchgeführt. Sie deuten darauf hin, dass Cannabidiol eine Rolle bei der Hemmung von Krebszellen spielt.

Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter auf dem Markt. CBD-Produkte werden verstärkt online vertrieben. Darüber hinaus finden sie sich immer häufiger auch in Drogerien und Apotheken. Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Artikel in gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ist, sollte sich im Internet verschiedene Tests und Vergleiche anschauen. Der aktuelle CBD Öl Testsieger für 2021 gemäß dem Magazin für Naturheilkunde ist Hempamed Premium, das auch für Veganer geeignet ist. Es wird auf Bio-Hanföl-Basis hergestellt und ist TÜV- sowie Leafly-zertifiziert.

Naturheilmittel Ayurveda

Die Bezeichnung Ayurveda wird oft mit Ölmassagen in Verbindung gebracht. In dem Naturheilmittel steckt aber noch viel mehr: Es ist quasi eine Lebenseinstellung, die ihre Wurzeln in Indien hat. Die wörtliche Übersetzung von Ayurveda lautet: „Das Wissen vom Leben“. Dahinter steht die Lehre von der Gesunderhaltung des Körpers und Heilung von Erkrankungen im Einklang mit den biologischen Grundsätzen der Natur. Sie beruht auf der Annahme, dass ausnahmslos alle Krankheiten aus einem Ungleichgewicht der Lebensenergien resultieren.

Ayurveda-Behandlungen regen die emotionale, mentale und physische Heilung an.

Zielsetzung Ayurveda: Wiederherstellung des Gleichgewichts vom seelischen und körperlichen Wohlbefinden

Einsatz von Ayurveda

Ayurveda wird zur Behandlung von jeder Krankheit in Indien herangezogen. In den westlichen Ländern kommt sie insbesondere bei chronischen Erkrankungen, darunter Rheuma und Arthrose, zum Einsatz. Die wichtigste Diagnosetechnik besteht aus dem Ertasten des Pulses mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger in der Umgebung des Handgelenks, wobei der Arzt den Druck dabei variiert. Auf diesem Weg erfühlt er den Energiefluss durch die Organsysteme – dieser lässt Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen oder auch die körperliche Verfassung zu.

Ayurvedische Medikamente

In deutschen Apotheken gibt es heutzutage viele ayurvedische Medikamente. Enthalten sie keinerlei verschreibungspflichtige Stoffe, kann man sie ohne Rezept erhalten. Über Indien bezogene Arzneimittel sind jedoch rezeptpflichtig. Am intensivsten von den ayurvedischen Substanzen wurde Weihrauch untersucht, der entzündungshemmende Boswelliasäuren enthält. Bei Menschen, die unter Asthma bronchiale, Colitis ulcerosa, Morbus Chron sowie Rheumatoider Arthritis leiden, konnten mit Weihrauch gute Ergebnisse erzielt werden.

Vitalpunkt-Massage

Unser Körper verfügt über 108 Vitalpunkte, die den Fluss des Lebens erzeugen. An diesen treffen

  • Arterien,
  • Gelenke,
  • Knochen,
  • Muskeln sowie
  • Nerven

aufeinander. Ein erfahrener Ayurveda-Masseur übt explizit auf einen bestimmten Vitalpunkt Druck aus. Dadurch werden die Nerven sowohl stimuliert als auch gereinigt. Infolge dessen lösen sich Blockierungen auf. Geeignet ist die sogenannte Marma-Massage vor allem für Menschen mit Energieblockaden, beispielsweise in Gelenkregionen. Die Vitalpunkte beeinflussen sowohl die Spannungszustände im Körper als auch die Körperhaltung. Ein Therapeut erreicht durch deren Berührung die Öffnung für das höhere Bewusstsein. Somit wird die emotionale, mentale und physische Heilung angeregt.

Heilkräuter für unsere Gesundheit

Es gibt unzählige Kräuter, die sich im Laufe vieler Jahrhunderte bestens zur Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden bewährt haben.

Echinacea

Die Heilpflanze stärkt das Immunsystem und besitzt darüber hinaus eine wundheilende Wirkung. Zur Herstellung pflanzlicher Arzneimittel werden verschiedene Echinacea-Arten verwendet:

  • Echinacea purpurea (Purpur-Sonnenhut)
  • Echinacea pallida (Blasse Sonnenhut)
  • Echinacea angustifolia (Schmalblättrige Sonnenhut)

Auf dem Markt stehen sie in zahlreichen Formen im Angebot, darunter als Tropfen, Tabletten, Kapseln, Saft, Lösung, Presslinge sowie Tee. Für die äußere Anwendung eignen sich Badezusätze, Cremes und Salben mit Echinacea.

Brennnessel

Brennnesseln wachsen in fast allen Ländern unserer Erde.

Während sie von vielen Menschen im Garten als Unkraut bekämpft wird, besticht die Brennnessel im Gesundheitsbereich mit einer bestechenden Heilwirkung. Es gibt wohl kaum jemanden, der sich noch nicht an ihren Härchen „verbrannt“ hat. Dabei wirken die Blätter der Pflanze sogar schmerzstillend und entzündungshemmend. Bei Harnwegsinfekten wie eine Blasenentzündung helfen sie aufgrund ihrer harntreibenden Eigenschaft die Symptome zu verringern. Darüber hinaus besitzen Brennnesseln Vitamin C, B und K, verschiedene Mineralstoffe (unter anderem Calcium, Kalium und Kieselsäure), ätherisches Öl sowie weitere organische Säuren. Aus ihren Wurzeln können zudem Auszüge hergestellt werden, die für Männer mit einer gutartigen Prostatavergrößerung herangezogen werden.

Engelwurz

Die Heilpflanze kommt erfolgreich bei Verdauungsproblemen zum Einsatz. Wer unter Blähungen bzw. Völlegefühl leidet oder einen Appetitanreger sucht, sollte zu Engelwurz greifen. Es beinhaltet ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe sowie Flavonoide. Weiterhin verfügt die Pflanze über krampflösende Eigenschaften. Beispielsweise als Tee eingenommen kann sie bei Menstruations- und Magen-Darm-Krämpfe sowie einem Reizdarm Schmerzlinderung bringen. Außerdem werden Engelwurz-Tinkturen, -Öle und –Balsam angeboten, die sich für die äußere Anwendung eignen.

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