TEILEN
Katja Dörken-Lober, Joachim Görlitz, Oliver Drenkard, Melanie Kretzer und Christiane Schäper zogen am Donnerstag eine Bilanz der Ausstellung im Bürgerzentrum "Mittendrin". Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen/Lüdenscheid. Bei dieser Ausstellung gab es nur Gewinner: Das Meinerzhagener Bürgerzentrum „Mittendrin“ hat mit Bildern der im Januar verstorbenen Malerin Ulrike Herfeld  1250 Euro erlöst. Das Geld geht an das Lüdenscheider Hospiz im Amalie-Sieveking-Haus. Am Donnerstag trafen sich „Mittendrin“-Vorsitzender Oliver Drenkard, Vorstandsmitglied Joachim Görlitz sowie Christiane Schäper, Melanie Kretzer und Katja Dörken-Lober vom Hospiz, um ein Resümee zu ziehen.

Gewinn für alle Beteiligten

„Das war eine Win-Win-Situation“, sagte Oliver Drenkard. Das Soziale Bürgerzentrum und seine Besucher hätten von den schönen Bildern profitiert. Mit dem Verkaufserlös könne das Hospiz jetzt Dinge beschaffen, die aus dem normalen Etat nicht zu bezahlen seien. Ein Teil der 14 Bildern der aus Neuenrade stammenden Malerin hängen jetzt im Meinerzhagener Seniorenzentrum Wilhelm-Langemann-Haus. „So schließt sich der Kreis“, betonte Oliver Drenkard.

Kontakt über die ehrenamtliche Hospiz-Gruppe

Wie kamen die Bilder nach Meinerzhagen? Das ist eine besondere Geschichte. Das Lüdenscheider Hospiz zieht im Jahr 2020 um. „Im neuen Haus können wir für die Bilder keinen angemessenen Rahmen schaffen“, berichtete die stellvertretende Einrichtungsleiterin Christiane Schäper bei der Ausstellungseröffnung im November 2018. „Eins werden wir allerdings als Erinnerung an die großzügige Schenkung behalten.“ Für die übrigen Werke, so hofft Christiane Schäper, sollten sich während der Ausstellung in Meinerzhagen Kunstfreunde finden, die die Bilder kaufen möchten. Mit zum Kreis der Ausstellungsmacher gehörte auch Jürgen Severloh. Er ist Mitglied der ehrenamtlichen Hospizgruppe Kierspe-Meinerzhagen und knüpfte damals den Kontakt zwischen dem Hospiz Lüdenscheid und dem Bürgerzentrum.

Anzeige

Leben in Abschied und Würde – das Hospiz Lüdenscheid bietet unheilbar kranken Menschen während ihres letzten Lebensabschnitts ein Zuhause, in dem sie selbstbestimmt leben können. Dieser geschützte Ort gibt ihnen auch die Chance, von Familien und Freunden Abschied zu nehmen.

Helle und freundliche Werke

Dazu sollten auch die Bilder von Ulrike Herfeld beitragen. Die Malerin stiftete dem Hospiz vor vielen Jahren einen Teil ihrer Werke. Sie sollten Schönheit und Farbe in die letzte Lebensphase der schwerkranken Hospizgäste bringen. Es sind helle und freundliche Werke voller Leben. „Diese Bilder kann man nicht rahmen, sie leben über jeden Rahmen hinaus“, schrieb die Westfälische Rundschau anlässlich einer Ausstellungseröffnung 2008.

Kunstkritiker zählen Ulrike Herfeld, die zuletzt in Berlin lebte, zu den Wegbereiterinnen der modernen Malerei. Der Kunstkritiker Dr. Wolfgang Sauré hob sie 1997 als „visionäre Wirklichkeitsmalerin“ hervor.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here