Bürgermeister Jan Nesselrath mit Lioba Nilovic, Tom Aniello, Jerry Li, Benjamin Tanzius Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz (v.l.) im Hintergrund ihr Lehrer Helmut Boedecker und die Eltern der Musiker.

Meinerzhagen. Am Donnerstagnachmittag rückte das Tagesgeschäft für eine kurze Zeit in den Hintergrund: Bürgermeister Jan Nesselrath empfing mit Benjamin Tanzius, Jerry Li, Tom Aniello und Lioba Nilovic vier junge Musiker aus Meinerzhagen im Rathaus, die vor einigen Wochen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ mit ihrem Gitarrenspiel einen ersten oder zweiten Preis im Wertungsprogramm „Gitarre Solo“ gewonnen hatten. Solche außerordentlichen Leistungen und Talente zu würdigen, sei ein wichtiges Zeichen und ein schöner Anlass für eine Begegnung, so Jan Nesselrath im Gespräch mit den Jugendlichen und ihrem Lehrer Helmut Boedecker.

Wenn das Quartett zur Gitarre greift, wird’s still im Raum

Wenn Benjamin, Jerry, Lioba und Tom zur Gitarre greifen, wird es still im Raum. Die Melodien, die sie ihren Instrumenten entlocken, lassen nicht nur die Herzen von Musikfreunden, sondern auch von Experten höher schlagen. Da erklingen klassische Stücke, Fugen und Etüden, für die Gitarre geschrieben oder bearbeitet, ebenso wie andere Musikformen: Ragtime, südamerikanische Weisen oder auch Zeitgenössisches aus der Popkultur. „Die Gitarre ist so vielseitig“, sind sich die vier einig, „da ist für jeden etwas dabei.“ Und ihr Gitarrenlehrer Helmut Boedecker, der die jungen Leute auf ihrer musikalischen Reise begleitet, ergänzt: „Diese vielfältige Einsetzbarkeit der Gitarre macht den Unterricht und das Lernen so spannend und abwechslungsreich für die Schülerinnen und Schüler – und auch für mich.“



Teilnahme am Landeswettbewerb

Vielleicht ist diese Erkenntnis auch ein Teil des Erfolgsrezepts der vier jungen Leute zwi-schen elf und 17 Jahren, die nun einen beachtlichen Meilenstein in ihrem musikalischen Werdegang erreicht haben. Sie hatten am Regionalentscheid Westfalen-West des Wettbe-werbs „Jugend musiziert“ Anfang des Jahres in Iserlohn teilgenommen – und das mit gro-ßem Erfolg: Für Benjamin, Jerry und Tom war das Ergebnis ein jeweils erster Platz in ihrer Altersgruppe, Lioba errang den zweiten Platz. Damit setzten sie sich im bedeutendsten Nachwuchswettbewerb für klassische Musik in Deutschland durch, an dem seit seiner Gründung im Jahr 1963 rund eine Million Kinder und Jugendliche teilgenommen haben – allein in diesem Jahr sind es erneut ca. 20.000. Jerry und Ben qualifizierten sich mit ihrer Leistung sogar für den Wettbewerb auf Landesebene, der Ende März in Wuppertal stattfand.

Mehr als “Nur” Talent

Schon kurz nach diesen hervorragenden Resultaten erhielten die vier ein Anschreiben aus dem Rathaus mit einem kleinen Geldpräsent als Anerkennung. Am Donnerstag trafen sie sich dann persönlich mit dem Bürgermeister. „Wer sein Instrument auf diesem Niveau be-herrscht, braucht mehr als „nur“ Talent. Er oder sie braucht Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit und auch Ehrgeiz, vor allem aber Freude an der Musik, am Spielen“, so Jan Nesselrath. „Diese Freude und dieses Können habt Ihr auf eine wirklich beeindruckende Art und Weise unter Beweis gestellt“, fasste er bei seinem Empfang im Rathaus zusammen. „Ein solches musikalisches Niveau in so jungen Jahren zu erreichen, ist dabei eine ganz besondere Leistung, auf die Ihr wirklich stolz sein könnt. Dass wir solche Talente hier in Meinerzhagen haben, freut mich sehr, ebenso wie die Tatsache, dass die Musikschule Volmetal diese jungen Leute fördert, fordert und ihre künstlerischen Möglichkeiten gemeinsam mit ihnen erschließt.“

Sie haben noch  eine Menge vor

Dabei ist für Ben, Jerry, Tom und Lioba das Ende der musikalischen Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Im manchmal sicherlich stressigen Schul- und Familienalltag ist das Gitarrenspiel ihr Ausgleich, und sie haben noch eine Menge vor. Das Entwicklungspotenzial sei allemal gegeben, so sieht es nicht nur die Jury des Regionalwettbewerbs. Und so bleibt zu hoffen, dass wir noch viel von diesen vier jungen Musikern hören werden.

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