Plettenberg. Das Unwetter am 7. Juni und seine Folgen beschäftigten die Feuerwehr und den städtischen Baubetriebshof intensiv. Alle verfügbaren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräfte waren im Einsatz. Dafür bedankt sich Bürgermeister Ulrich Schulte mit folgendem Schreiben:

Bürgermeister Ulrich Schulte Foto: privat

Wasser ist der Quell des Lebens. Ohne Wasser wäre die Erde nur ein Steinhaufen irgendwo im Weltall und die Bilder aus Wüstengebieten zeigen uns, wie viel Leid durch fehlendes Wasser verursacht werden kann. Wasser ist aber auch eine Urkraft, wenn es in Massen und unkontrolliert auftritt. Das hat unsere Stadt am Donnerstag am eigenen Leib erfahren müssen. Dabei waren nicht alle Stadtteile gleichermaßen betroffen. Während einige dagegen ankämpfen mussten, dass Keller und Erdgeschoss überflutet werden, haben andere lediglich in der Ferne das Martinshorn gehört und waren froh, an diesem Tag nicht die Blumen gießen zu müssen.

Ein dickes Lob und Dankeschön spreche ich in diesem Zusammenhang den Kameraden und Kameradinnen der Plettenberger Feuerwehr und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Plettenberger Baubetriebshofes aus, die bis in die Nachstunden damit beschäftigt waren, Keller auszupumpen, umgekippte Bäume zu beseitigen und Kanäle und Durchlässe freizulegen.

Viele Ehrenamtliche im Einsatz

Die Mehrzahl der Feuerwehrleute war dabei ehrenamtlich im Einsatz. Dass bedeutet, dass sie ohne Bezahlung helfen und auf ihre Freizeit und Nachtruhe verzichten, um Schaden von anderen abzuwenden. Die Leistung einer freiwilligen Feuerwehr orientiert sich nicht nur an dem technischen Gerät, das ihr von der Stadt zur Verfügung gestellt wird, sondern an den Menschen, die diesen Dienst versehen. Daher ist es wichtig, dass unsere Löschgruppen Nachwuchs an jungen Männern und Frauen haben, die bereit sind, anderen Menschen in Notsituationen zu helfen.

Auch diejenigen, die sich nicht für einen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr entscheiden, können im Kleinen dazu beitragen, dass die Schäden durch solche Unwetterereignisse gering bleiben. Die leere McDonalds-Tüte, die auf der Straße liegt statt im Mülleimer zu landen, sieht nicht nur unschön aus, sie kann auch leicht einen Kanalschacht verstopfen. Gras- und Strauchschnitt, das nicht zum Grüncontainer gebracht wird, sondern an Bachrändern abgelegt wird, verstopft bei Hochwasser leicht die Gitter vor den Durchlässen und lässt den Bach über die Ufer treten.

Kanalnetz überprüfen

Wir hatten im Monat Mai an mehreren Tagen in verschiedenen Städten Starkregen und wir müssen damit rechnen, dass sich solche Ereignisse wiederholen. Die Stadt Plettenberg hat in den letzten Jahren durch den Ausbau des Kanalnetzes und die Renaturierung einiger Gewässer vieles dafür getan, um die Schäden aus solchen Ereignissen zu reduzieren. In der Folgewoche werden Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung versuchen, unsere eigene Schäden zu beheben und sich alle Stellen des Kanalnetzes anschauen, die sich im Rahmen des Starkregens als kritisch erwiesen haben, um zu klären, ob hier etwas verbessert werden kann. Daneben sollte – wie oben schon erwähnt – jeder selbst überlegen, was er tun kann, um zukünftig Schäden aus solchen Ereignissen zu reduzieren.

Allen Betroffenen wünsche ich, dass sie ihre Schäden schnell beheben können und sie auch eine finanzielle Entschädigung erhalten. Allen beteiligten Helfern danke ich für die geleistete Arbeit. Wollen wir alle hoffen, dass uns solch ein Regen lange Zeit nicht mehr trifft.

Ulrich Schulte (Bürgermeister)

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