Maria-Cristina Gummert (links) und Veronika Czerwinski (rechts) vom Verein "Mendener in Not" nahmen die Spende im Rathaus entgegen. Foto: Stadt Menden

Menden. Der Versand von Weihnachtskarten ist auch in Zeiten der Digitalisierung fest in unserer Kultur verankert. Und natürlich freuen sich Menschen darüber, dass an sie gedacht wird. Auch Bürgermeister Roland Schröder hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere hundert Weihnachtskarten verschickt.

„In diesem Jahr“, so der Bürgermeister, „haben wir aber eine besondere Lage“. Durch den
ungerechtfertigten russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und dem damit verbundenen Leid der Menschen dort, hat sich auch bei uns in Deutschland eine Krisenlage ergeben, die zu einem Höchststand bei der Teuerungsrate, aber auch bei den Energiepreisen geführt hat. „Viele Menschen werden in diesem Jahr auf Unterstützung von unterschiedlichsten Seiten angewiesen sein, um am Monatsende irgendwie die Enden zusammenzubekommen“, beschreibt Roland Schröder die dramatische Lage. Daher habe er persönlich sich dazu entschieden, in diesem Jahr keine Weihnachtskarten zu versenden, sondern dem Verein „Mendener in Not“ eine Spende zukommen zu lassen.

Damit gar nicht erst ein falscher Eindruck entsteht, betont der Bürgermeister, dass die Spende selbstverständlich von ihm privat geleistet werde. Für ihn sei dies ein wichtiges Zeichen. „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass die Mendenerinnen und Mendener größtes Verständnis dafür aufbringen, wenn es in diesem Jahr keine Weihnachtskarten vom Bürgermeister gibt. Ich würde mich freuen, wenn auch weiterhin viele Mitbürgerinnen und Mitbürger an ‚Mendener in Not‘ spenden“, hofft Roland Schröder. Besonders in diesen Zeiten sei jeder Cent wichtig und bestens eingesetzt

Anzeige