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Das MJO unterhielt die Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Plettenberg bestens. Foto: Bernhard Schlütter


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Plettenberg. Etwa 450 Gäste begrüßte Bürgermeister Ulrich Schulte zum Neujahrsempfang am Sonntagnachmittag (6. Januar) in der Aula Böddinghausen. Die Stadt Plettenberg lädt dazu traditionell Bürgerinnen und Bürger ein, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie genossen ein Konzert des Märkischen Jugendsinfonieorchesters (MJO). Unter der Leitung von Thomas Grote boten die jungen Musikerinnen und Musiker beste Unterhaltung mit klassischer Musik.

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Gegenüber Attendorn “waren wir die bösen Buben”

Bürgermeister Ulrich Schulte Foto: Bernhard Schlütter

In seiner Ansprache zum Neujahrsempfang ging Ulrich Schulte natürlich auch auf die Differenzen mit der Stadt Attendorn über die Ansiedlung des Modeparks Röther ein. Aus Plettenberger Sicht sei „Attendorn“ das Unwort des Jahres geworden – zu Unrecht, wie Schulte gestand: „Eigentlich waren wir die bösen Buben.“

Die Plettenberger hätten im Jahr 2017 nur wenige Tage Frist für die Genehmigung des Modeparks gehabt, sonst hätten sich die schwäbischen Eigentümer für einen anderen Standort entschieden. Rat und Bürgermeister hätten dann in einer interfraktionellen Sitzung grünes Licht gegeben – und dabei eine eventuell notwendige Auswirkungsanalyse beiseite gewischt. „Das war riskant und nicht unbedingt regelkonform“, so Schulte. „Ich würde aber auf jeden Fall wieder so entscheiden.“



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Inzwischen sei eine Einigung mit Attendorn erzielt worden und der Modepark in Plettenberg eröffnet. Es sei an der Zeit, die Emotionen zu dämpfen. „Wir Plettenberger können guten Gewissens an die Bigge fahren und in Attendorn einkaufen, ebenso wie die Attendorner bei uns.“

Baumaßnahmen mit Einschränkungen verbunden

Mit Blick auf die umfangreichen Baumaßnahmen, mit denen 2019 begonnen wird, bereitet der Bürgermeister die Plettenberger auf manche damit verbundenen Einschränkungen vor. Der Ausbau des Grafwegs könne nur unter Vollsperrung der Straße durchgeführt werden und auch die Innenstadtsanierung werde in den nächsten Jahren mit Einschränkungen in diesem Bereich verbunden sein. Die Ergebnisse würden aber mit den vorübergehenden Ärgernissen versöhnen, ist sich Schulte sicher.

Dura-Gelände weiterentwickeln

Als wichtige Aufgabe für 2019 sieht Ulrich Schulte die Weiterentwicklung des Dura-Betriebsgeländes an. Die Schließung des Standorts ist von der amerikanischen Eigentümerin für den 30. April angekündigt. „Bis dahin sollten wir die Weichen für die zukünftige Nutzung der Fläche gestellt haben, denn die Verantwortlichen von Dura werden dann für uns nur noch schwierig zu erreichen sein“, rechtfertigte Schulte, dass er diese Pläne schon geäußert hatte, während die Mitarbeiter noch um den Fortbestand kämpften.

Flächendeckendes Glasfasernetz

Als überaus gut für den Standort Plettenberg bezeichnet Ulrich Schulte den Ausbau des Glasfasernetzes. Der geförderte Breitbandausbau in den Gewerbegebieten beginne in diesem Jahr, ebenso der Glasfaserausbau der Telekom in weiten Teilen der Innenstadt. Ärgerlich findet er, dass viele Wohngebiete aufgrund des umständlichen Vergabeverfahrens noch länger auf den Ausbau warten müssen. Letztlich werde Plettenberg aber über ein fast flächendeckendes Glasfasernetz verfügen.

MJO feiert 30. Geburtstag

Blumen gab’s für MJO-Dirigent Thomas Grote. Foto: Bernhard Schlütter

Das MJO feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. „Vor 30 Jahren trafen sich 50 Zauberlehrlinge in der fantastischen Burgstadt Altena um die Magie der Musik zu erforschen“, heißt es auf der Homepage des Märkischen Kreises. Dazu passt die Aufführung des sinfonischen Scherzos „Der Zauberlehrling“ von Paul Dukas. Der Komponist vertonte Goethes gleichnamige Ballade. „Die Geister, die ich rief …“ Dieses Goethe-Zitat ist sicher jedem wohlbekannt.

Das MJO präsentierte das Werk zunächst Schritt für Schritt und Moderator Michael Forster, selbst Oboist des Orchesters Bergische Symphoniker, erklärte anschaulich, wie Instrumente musikalisch Bilder formen können.

Michael Forster führte das Publikum durch den Zauberlehrling. Foto: Bernhard Schlütter

Konzerte in Werdohl, Olsberg und Werl

Gelegenheit, das MJO mit dem Zauberlehrling und weiteren Werken zu erleben und hören, ist schon am Samstag, 12. Januar, um 17 Uhr im Festsaal Riesei in Werdohl. Der Eintritt zum Familienkonzert kostet 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).

Weitere Konzerte gibt das MJO zusammen mit der Philharmonie Südwestfalen am Samstag, 19. Januar, um 19 Uhr in der Konzerthalle Olsberg und am Sonntag, 20. Januar, um 17 Uhr in der Stadthalle Werl.

Hier gibt es weitere Informationen dazu.

Viel Beifall erhielt das MJO beim Neujahrskonzert in der Aula Böddinghausen. Foto: Bernhard Schlütter

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