Quelle: Stadt Iserlohn. Bürgermeister Michael Joithe mit der Flagge der Mayors for Peace.

Iserlohn. Heute (8. Juli) weht vor dem Alten Rathaus in Iserlohn wieder die Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace. Iserlohn ist seit 1985 als eine der ersten deutschen Städte Mitglied von „Bürgermeister für den Frieden.“ Mittlerweile zeigen mehr als 500 Städte in Deutschland mit der Aktion in diesem Jahr ihre Solidarität mit der Ukraine und setzen sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen ein.

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar dieses Jahres ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch. Die atomare Bedrohung ist so präsent wie lange nicht mehr. Vor diesem Hintergrund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertrags­staatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag war am 22. Januar 2021 in Kraft getreten. Deutschland hat an der UNO-Konferenz als Beobachter teilgenommen. Die Mayors for Peace waren mit zahlreichen Delegierten ebenfalls vertreten. Hibakusha – Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen verursachte.

Bürgermeister Michael Joithe erklärt: „Friedensforscher befürchten, dass es zu einem neuen nuklearen Rüstungswettlauf kommt. Wir als Mayors for Peace-Stadt setzen daher gemeinsam mit über 500 Städten in Deutschland am heutigen Flaggentag ein deutliches Signal gegen die atomare Aufrüstung und für den Frieden. Wir unterstützen den Atomwaffenverbotsvertrag. Er ist der Weg zu Global Zero – einer Welt ohne Atomwaffen. Die Flaggenhissung ist in diesem Jahr auch ein Zeichen unserer Solidarität mit der Ukraine.“

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Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.mayorsforpeace.de

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