Die Bürgermeister Jan Nesselrath (Meinerzhagen) Olaf Stelse (Kierspe), Michael Brosch (Halver), Sebastian Wagemeyer (Lüdenscheid) und der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas fordern die durcgehende Elektrifizierung der Regionalbahn 25. Foto: Vincent Misz

Meinerzhagen/Volmetal/Lüdenscheid. Kurzer Takt – schnelle Verbindung: Die Elektrifizierung der RB25 könnte die Verbindung von Köln über Meinerzhagen nach Lüdenscheid zukunftsfähig machen. Wie kann das geschehen? Um diese Frage zu beantworten haben sich im Bündnis Oberbergische Bahn 2017 unter anderem Kreise, Kommunen, der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn zusammengetan. Im März präsentierten sie eine Machbarkeitsstudie.Die wichtigsten Erkenntnisse: Der S-Bahn-Betrieb bis Gummersbach oder Marienheide in einem 20-Minuten-Takt ist sinnvoll. Bis zur Umsetzung wird es aber noch lange dauern. Das reicht der märkischen Seite nicht. Sie fordert die durchgehende Elektrifizierung bis nach Lüdenscheid.

Das verdeutlichten am Freitag, 11. Juni, die Bürgermeister der Volmekommenen, der Lüdenscheider Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas. in ihrer gemeinsamen Erklärung heißt es:



“Der seit 2017 erfolgte Lückenschluss auf der Strecke der RB 25 zwischen Lüdenscheid und Meinerzhagen ist ein großer Erfolg gewesen. Nach mehreren Jahrzehnten ohne Bahnverbindung in Richtung Rheinland wurde damit wieder eine direkte Anbindung bis nach Köln geschaffen.

Aufwertung nicht im Oberbergischen enden lassen

Es ist daher unverzichtbar, die bestehende Anbindung auszubauen und eine in der Diskussion stehende Elektrifizierung und Aufwertung zur S-Bahn eben nicht im Oberbergischen enden zu lassen, sondern diese auf der kompletten Bahnstrecke bis Lüdenscheid zu realisieren.

Diese Anbindung von Lüdenscheid über Halver, Kierspe und Meinerzhagen über den Oberbergischen Kreis, den Rheinisch-Bergische Kreis und schließlich bis Köln ermöglicht einer großen Zahl von Bahnkund:innen eine umstiegslose Direktverbindung.

Umstiegslose Direktverbindung

Das ist besonders für zahlreiche Berufspendler:innen eine wichtige Alternative zum eigenen PKW. Zudem wird unsere Region als Wirtschafts- und Bildungsstandort damit neben den bestehenden Verbindungen ins Ruhrgebiet auch in Richtung Rheinland angebunden. Ebenfalls zu betrachten sind die Belange unserer Tourismusregion, die durch die RB 25 nochmals besser erschlossen wurde.

Klimaschutz

Hinzu kommt zudem der auch unter Umweltgesichtspunkten nicht nachvollziehbare fortgesetzte Einsatz von Dieselloks auf dem abschließenden Teilstück, während die Strecke bis Gummersbach bzw. Marienheide mit elektrisch betriebenen Triebwagen befahren würde. Im Zuge des Klimaschutzes und der dringend notwendigen Reduktion von CO2-Emissionen und weiteren die Umwelt und auch die Luft belastenden Emissionen wäre dies ein nicht nachvollziehbarer Schritt.

Alternative Planung keine Option

Alternative Planungen, die eine Elektrifizierung nur bis Gummersbach oder Marienheide in Betracht ziehen, stellen deshalb aus unserer Sicht keine Option dar. Der notwendige Umstieg in eine andere Bahn hätte eine sinkende Attraktivität des Abschnitts von Meinerzhagen bis Lüdenscheid zur Folge. Eine durchgängige Elektrifizierung ist somit für uns als politische Entscheidungsträger im südlichen Märkischen Kreis und Verantwortliche der Anliegerkommunen alternativlos! Daher setzen wir uns gemeinsam für eine erfolgreiche Zukunft der RB 25 und eine Aufwertung zu einer durchgängigen S-Bahn-Strecke bis Lüdenscheid ein.”

2 KOMMENTARE

  1. Endlich mal welche die auf unserer Seite stehen und für die Durchbindung Lüdenscheid nach Köln kämpfen und für die komplette Elektrifizierung bis Lüdenscheid sind. Für den Lückenschluss Lüdenscheid nach Meinerzhagen haben wir nicht umsonst gekämpft und mit der Durchbindung von Lüdenscheid nach Köln gekämpft.

  2. Schön ist es wenn die Durchbindung von Lüdenscheid nach Köln Hanssring bleibt und auch noch elektrisch super toll..

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