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Bürgermeister Ulrich Schulte entschuldigte sich beim P-Weg-Team für sein "unterirdisches" Verhalten und bat die Organisatoren darum weiterzumachen. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das eigentlich perfekte P-Weg-Marathon-Wochenende wurde von einer Frage überschattet: War es die letzte P-Weg-Veranstaltung?

Am 14. Juni hatte das P-Weg-Organisationsteam seinen geschlossenen Rücktritt nach der Veranstaltung angekündigt. Grund: immer wieder neue Hürden, die durch “einzelne Mitglieder der Verwaltungsleitung von innen heraus aufgebaut” würden.

Zum Abschluss des P-Weg-Wochenendes vollzog Bürgermeister Ulrich Schulte den verbalen Kniefall vor den Organisatoren und bat sie mit emotionalen Worten inständig: “Lasst dieses absolut tolle Event nicht sterben. Tretet vom Rücktritt zurück, macht weiter!”

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“Mein Verhalten war komplett falsch, unterirdisch. Mir tut’s leid!”

Zahlreiche Sportler hatten auf diesem Streckenschild für eine Fortsetzung des P-Weg-Marathons unterschrieben. Foto: Bernhard Schlütter

Als sich nahezu das komplette P-Weg-Team zum Abschluss des Wochenendes auf der Bühne auf dem Maiplatz versammelt hatte, trat Ulrich Schulte vor die Organisatoren und nahm die volle Verantwortung für Fehlleistungen der Stadtverwaltung im Umgang mit dem P-Weg-Team auf sich.

P-Weg-Teammitglied Michael Schröder habe ihn im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass ein Riesenproblem in der Schwebe sei. “Ich habe es ignoriert, ich wollte es nicht sehen, ich habe es verdrängt. Dann ist es explodiert.” Dieses sein Verhalten bezeichnete Schulte als “komplett falsch, unterirdisch. Mir tut’s leid!” Er entschuldigte sich ganz persönlich und “abseits von allen öffentlichen Stellungnahmen” beim P-Weg-Team.

P-Weg-Team bittet um Bedenkzeit

Das P-Weg-Team hat sich nun noch eine Bedenkzeit ausgebeten. Sie wollen alles Geschehene und das P-Weg-Event bilanzieren und voraussichtlich im Oktober ihre Entscheidung bekanntgeben. Teammitglied Kay Hömberg sagte auf der Bühne am Sonntag: “Gebt uns die Zeit. Wir melden uns.”

Das Stimmungsbild der Teilnehmer, Helfer und Zuschauer beim P-Weg-Marathon 2019 ist eindeutig und im Gästebuch auf der Seite p-weg.de vielfach nachzulesen. Stellvertretend hier ein Zitat von Thomas: “Der P-Weg ist deutschlandweit einzigartig und darf nicht untergehen.”

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