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Plettenberg. Die Parkplatzsituation am Krankenhaus und Informationen zum Breitbandausbau im Stadtgebiet standen auf der Tagesordnung für das 2. Bürgerforum am Mittwoch (21. Februar). Gut 60 Bürger/innen interessierten sich für diese Themen.

„Das sind einige mehr als beim ersten Bürgerforum. Die Beteiligung hätte aber durchaus besser sein können“, kommentierte Matthias Steinhoff, bei dem in der Stadtverwaltung die Fäden der strukturierten Bürgerbeteiligung zusammenlaufen, die Resonanz.

Parkhausneubau nicht machbar

Das Parkhaus am Krankenhaus wird ungern genutzt: zu enge Kurven, zu schmale Parkboxen. Foto: Bernhard Schlütter

Die Parkmöglichkeiten im Bereich des Krankenhauses werden von den Besucher/innen als unzureichend empfunden. Wer einen Parkplatz an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße ergattert, ist ein Glückspilz. Das Parkhaus wird aufgrund enger Kurvenradien im Inneren und nicht mehr zeitgemäßen, weil zu schmalen Parkboxen nur ungern genutzt.

Geschäftsführer Andreas Martin führte aus, dass in der Reihe notwendiger Investitionen des neuen Eigentümers Die Med (Radprax Gruppe) ein Umbau des Parkhauses oder gar ein Neubau hintenanstehe. Kurzfristige und mit geringen Mitteln umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten sollten aber auf jeden Fall geprüft werden.

Die Parkplätze an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße könnten schräg angeordnet werden, lautet ein Vorschlag. Foto: Bernhard Schlütter

Das kann das Schrägparken an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße sein oder die Öffnung des Mitarbeiterparkplatzes am Brachtweg. „Ich habe erst heute erfahren, dass dieser Parkplatz zum Krankenhaus gehört“, gab Andreas Martin zu. Bürger haben beobachtet, dass dieser Parkplatz offenbar wenig genutzt wird. Falls er auch für Besucher geöffnet werde, solle dies auf jeden Fall gebührenpflichtig sein, kündigte Martin an.

Aus dem Bürgerforum wurde darüber hinaus vorgeschlagen:

  • Umwandlung eines Teilbereichs des Krankenhausparks zur Goethestraße hin in Parkplätze umgewandelt
  • Einsatz von Shuttlebussen zu Stoßzeiten
  • Ausbau des ÖPNV, Anreize für ÖPNV-Nutzung schaffen
  • Parkboxen im Parkhaus verbreitern

Bürgermeister Ulrich Schulte berichtete, dass in der Stadtverwaltung derzeit Interessenten für die sog. Job-Tickets der MVG abgefragt würden und bot an, die Krankenhaus-Mitarbeiter einzubeziehen.

Bis Ende 2020 fast überall schnelles Internet

Tilo Deckert (rechts) stellte den Sachstand beim Breitbandausbau dar. Foto: Bernhard Schlütter

Rein informativ stellte Tilo Deckert, Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises, den Sachstand beim Breitbandausbau im Plettenberger Stadtgebiet dar. Es laufen zwei Förderprogramme für Gewerbegebiete und für Privathaushalte. Voraussichtlich bis Ende des Jahres 2020 stehe dann schnelles Internet in den meisten Gewerbegebieten und auch auch annähernd flächendeckend für Privathaushalte in den Stadtteilen zur Verfügung.

Hier wünschte sich ein Bürger bessere Informationsmöglichkeiten, um die Qualität des Internetanschlusses an bestimmten Orten festzustellen. „Für mich sind unter diesem Gesichtspunkt nur 50 Prozent des Stadtgebietes bewohnbar“, stellte er fest. „Schnelles Internet sollte heute selbstverständlich sein. Ich muss ja auch nicht fragen, ob dort, wo ich hinziehen möchte, Wasser oder Strom vorhanden sind.“

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